Beeren Muas Hotel Marten

Beeren Muas und Hotel Marten – Werbung

Mein Mann und ich durften letzte Woche drei wunderschöne Tage im Hotel Marten in Hinterglemm in Salzburg verbringen. Wie schon hier erwähnt bin ich mit Kooperationen sehr vorsichtig, aber diese passte hundertprozentig: Meine letzten Jahre waren ausgesprochen anstrengend, eine Auszeit in ruhiger Umgebung war mir mehr als willkommen. Außerdem war bei der Kooperation ein „Zuckerl“ dabei, wie man so sagt: Ich durfte mit der Chefin Brot backen und ein Beeren Muas, eine Pinzgauer Spezialität zubereiten – bei so einem Angebot bin ich sofort dabei!

Hotel MartenDas Hotel Marten von der Rückseite gesehen

Die Wetterlage steigerte in den Tagen vor dem Aufenthalt meine Vorfreude noch mehr: In Wels herrschte seit Tagen brütende Hitze bei über 30° C, alle rund um uns herum jammerten und schwitzten. Ich freute mich sehr auf eine Abkühlung in den Bergen, so eine Art Sommerfrische!

Hotel MartenDirekt hinter dem Hotel

Dass das Hotel Marten ein richtig nettes Hotel ist, merkten wir vom ersten Augenblick an. Das Hotel liegt ruhig und idyllisch am Ortsende von Hinterglemm neben einer wenig befahrenen Bergstraße. Die Chefin Juliane Feiersinger, die Köchin Margareta, Marina vom Empfang und das gesamte Personal sind herzlich und freundlich, der Garten und die Terrassen sind voller blühender Blumen und duftender Kräuter, das Hotel ist gemütlich und geschmackvoll eingerichtet.

Hotel Marten

Die einzigen Geräusche, die wir von unserem Balkon aus hörten, waren das Rauschen des Glemmbachs, zwitschernde Vögel, und hie und da ein Auto. Das Erholen wurde uns leicht gemacht!

An ganz vielen Kleinigkeiten merkt man, dass das Wohl der Gäste ein Anliegen ist: In unserem Zimmer hing ein Leihrucksack an der Garderobe, eine Tasche mit Bademänteln, Badetüchern und Schlapfen für den Wellnessbereich mit Sauna und Pool stand bereit, und im Schrank lagen zusätzliche Decken, falls es jemandem in der Nacht zu kalt sein sollte – das ist für mich ganz wichtig, da ich fast immer friere!

Hotel Marten

Für Wanderungen liegt das Hotel ideal: Viele einfache und anspruchsvollere Wanderwege sind direkt vom Hotel aus zu erreichen. Mein Mann und ich wanderten gleich nach dem Einchecken los zur Pfefferalm und zur Rosswaldhütte und genossen die Ruhe und die Natur.

Hotel Marten

Auf unserer ersten Wanderung stießen wir auf dieses „Outdoorkino“ mit mehreren Reihen von Klappsesseln. Hier kann man sich gemütlich hinsetzen, die Umgebung betrachten und dabei so richtig herunterkommen. Ich finde das eine witzige Idee!

Hotel Marten

Wir  waren die drei Tage fast nur draußen unterwegs, weil es so schön war!

Hotel Marten

Hotel Marten

Hotel Marten

Nur fünf Autominuten und eine halbstündige Wanderung vom Hotel Marten entfernt befindet sich übrigens bei der Lindlingalm der größte Hochseilgarten Europas. Der ist sich bei unserem Besuch leider nicht ausgegangen, aber vielleicht beim nächsten Mal!

Hotel Marten

Ganz deutlich merkt man im Hotel Marten die Liebe zur Region und zu lokalen Produkten: Der Speck kommt vom Metzger im Dorf, dem Bruder von Juliane. Die Öle beim Salatbuffet sind mit verschiedenen Kräutern aus dem Garten angesetzt, die Marmeladen beim Frühstücksbuffet sind selbstgemacht.

Hotel Marten

Wirklich beeindruckt hat mich dann, wie sehr sich alle über die frisch gepflückten Holunderblüten freuten, die Margaretas Schwester überraschend vorbeibrachte. „Die werden zu Sirup verarbeitet“, erklärte mir Margareta, und hielt mir eine Hollerblüte zum Schnuppern unter die Nase. Ich finde es toll, dass im Hotel so viel Wert auf Selbstgemachtes gelegt wird und sich das Team diese Arbeit macht!

Hotel Marten

Das Highlight des Aufenthalts war für mich das Brotbacken mit Juliane Feiersinger im zwei Jahre alten Brotofen auf der Terrasse. Vor Sauerteigbrot habe ich großen Respekt. Ich finde die Rezepte in Büchern und auf Blogs oft verwirrend und entmutigend; das Brotbacken klingt dort wie eine eigene Wissenschaft, bei der man sehr viel falsch machen kann.

Hotel Marten

Das Backen mit Juliane hat mir wieder Motivation für´s Brotbacken gegeben: Sie hält sich an ein Grundrezept und geht gleichzeitig „nach Gefühl“ vor. Je nach Mehl und Luftfeuchtigkeit kommt einmal mehr, einmal weniger Wasser in den Teig; Brotgewürz nimmt sie nach Augenmaß; das Brot rastet auch nicht immer gleich lang. Unser Teig war zum Beispiel etwas weicher als sonst und musste etwas länger gebacken werden. Das Brot wird jedes Mal ein bisschen anders, aber immer gut, meinte Juliane. Mit dieser Art Rezept kann ich gut leben, das klingt machbar!

Hotel Marten

Sehr spannend fand ich es, wie der Brotofen funktioniert: Marina heizte etwa zwei Stunden vor Backbeginn das Holz an.

Hotel Marten

Hotel Marten

Direkt vor dem Backen holte Juliane die Holzkohle mit einem Schieber aus dem Ofen und entfernt die Holzkohlereste mit der Bürste. Der Ofen hat zu diesem Zeitpunkt etwa 300° C.

Hotel Marten

Dann wird der Ofen mit kaltem Wasser ausgewaschen und dabei auf etwa 230° C heruntergekühlt. Jetzt kommt das Brot in den Ofen und wird 40-50 Minuten gebacken. Fertig ist es, wenn es beim Klopfen auf die Unterseite hohl klingt.

Hotel Marten

Die Hitze im Brotofen hält lange: Juliane und Margareta erzählten, dass sie einmal erst Pizza, dann Brot, dann Kuchen backten. Die Resthitze reicht immer noch aus, um zum Beispiel Orangenscheiben zu dörren oder Kräuter für Suppenwürze zu dörren!

Hotel Marten

Zurück zu unserem Back- und Koch-Nachmittag: Während der Brotteig ruhte, bereitete Juliane mit uns ein Beeren Muas zu, ein traditionelles Pinzgauer Gericht. Dafür wird gesalzenes Mehl mit kochendem Wasser übergossen und zu einem Klumpen verrührt. Der Mehlklumpen kommt in eine Pfanne mit zerlassener Butter und wird mit einem Topfwender zerstochen und gewendet.

Beeren Muas

Dieser Klumpen wird dann immer weiter zerstochen und geröstet, ganz langsam und richtig lange – es dauerte etwa 40 Minuten bis das Muas fertig war! Die ganze Zeit über darf man das Muas nicht aus den Augen lassen, sondern muss es ständig weiter zerstechen, wenden und rühren. Je kleiner die Stückchen sind, desto besser wird es. So ein Muas ist kein schnelles Essen, dafür aber ein gemütliches. Während Juliane das Muas röstete, hatten wir viel Zeit, um uns ausgiebig zu unterhalten und kennenzulernen!

Beeren Muas

Wenn das Muas so braun ist wie gewünscht – Juliane mag es lieber dunkler, Margarata heller – kommen die Beeren dazu. Das Beeren Muas wird noch ein bis zwei Mal gewendet, mit Zucker bestreut und gegessen!

Der Geschmack des Beeren Muas lässt sich schwer beschreiben. Am ehesten hat es mich an einen Grießschmarrn erinnert, aber nur entfernt. Es schmeckt jedenfalls richtig gut. Ich werde es sicher nachkochen und freue mich schon darauf!

Beeren Muas

Eine Information vielleicht noch: Das Beeren Muas ist ein traditionelles Pinzgauer Gericht für Leute, die den ganzen Tag schwer körperlich arbeiteten und satt werden wollten. Es ist also sehr sättigend. Also richtig sättigend, meine ich! Satt werdet ihr damit garantiert!

Hotel Marten

Hier seht ihr noch ein paar Eindrücke von unseren Wanderungen in der Umgebung! Wir fanden es wirklich schön und haben die drei Tage sehr genossen!

Hotel Marten

Hotel Marten

Hotel Marten

Beeren Muas


Beeren Muas
Zutaten
500 g glattes Mehl
250 ml Wasser
150 g Butter (laktosefrei, wenn du sehr empfindlich bist)
etwa 1/2 TL Salz
Zucker
Eine Handvoll Blaubeeren (Alternativ: Äpfel, Kirschen, Preiselbeeren, Ribisel oder ein anderes Obst)

Zubereitung
1. Die Butter bei mittlerer Hitze in einer unbeschichteten Pfanne zerlassen.
2. Das Mehl mit dem Salz vermischen.
3. Das Wasser zum Kochen bringen und über das Mehl gießen. Mit dem Kochlöffel rühren, bis sich ein Klumpen bildet.
4. Den Mehlklumpen in die Butter geben und zerstechen. Unter ständigem Zerstechen und Wenden anrösten, bis das Muas mittelbraun bis dunkelbraun ist; ca. 40 Minuten lang. Falls das Muas zu trocken wird, Butter zugeben.
5. Die Beeren dazu geben und etwa eine halbe Minute mitrösten. Das Beeren Muas mit Zucker nach Geschmack bestreuen und anrichten. Am besten schmeckt dazu ein Glas Milch!

Beeren Muas

 

 

2 Comments

  1. Was für ein wunderschöner Bericht, Eva! Das Hotel und die Umgebung klingen einfach himmlisch und perfekt für einen Erholungsurlaub. Ich könnte mir gut vorstellen, dort auch ein paar Tage zu verbringen und werde es mir merken. Toll auch, dass du beim Backen und beim Zubereiten des Beeren Muas dabei sein konntest. Und euer gemeinsames Foto – einfach süß!
    Ganz liebe Grüße Maren

    • Eva Dragosits

      Maren, ich glaube, du wärst begeistert. Es ist wirklich schön dort, das sieht man ja auf den Bildern – und so ganz anders als Hamburg 🙂 ! Das Brot-Backen gibt es übrigens jede Woche, alle Gäste können mitmachen!
      Liebe Grüße und eine schöne Woche!
      Eva

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