Hefestriezel

Hefestriezel

Sommerliche Temperaturen und strahlender Sonnenschein – ich habe mir kurz überlegt, den heutigen Blogbeitrag zu schwänzen. Stattdessen habe ich den Arbeitsplatz auf die Terrasse verlegt. Die Vögel zwitschern, die Katzen schlafen tiefenentspannt im Schatten, ich tippe vor mich hin – so macht das Bloggen gleich viel mehr Spaß. Und ihr bekommt dieses Rezept für einen feinen Striezel doch noch rechtzeitig vor Ostern!

Hefestriezel

Das Rezept für den Hefestriezel habe ich so wie das Rezept für den Kaisergugelhupf aus der Kochschule, Teil 2* (Werbung) von Ewald Plachutta. Der Hefestriezel ist „nichts Besonderes“, ein ganz normaler Striezel ohne viel Schnickschnack. Keine Glasur, keine Füllung, keine kunstvolle Form, einfach ein simpler Striezel, so wie ich ihn zu Ostern am Allerliebsten mag!

Hefestriezel

Ich habe das Originalrezept für den Hefestriezel habe ich ein bisschen abgewandelt: Ich habe den Hefeteig mit Trockenhefe zubereitet. Trockenhefe geht zwar anscheinend nicht so schön auf wie frische Hefe, ist dafür aber länger haltbar. Für mich mit meinem eher spontanen Backverhalten ist dies ein riesiger Vorteil. Ich finde es immer mühsam, wenn ich spontan backen will und vorher erst noch Zutaten besorgen muss. Oder wenn die Zutaten wie eben Hefe kaputt werden, weil ich trotz bester Absicht nicht zum Backen komme. Bei Trockenhefe bleibt mir das erspart.

Hefestriezel

Hefeteig ist meiner Meinung nach ein wirklich unkomplizierter Teig, vor allem mit Trockenhefe: Ihr verknetet einfach wie angegeben alle Zutaten, dann braucht der Teig nur noch die Ruhezeiten. Wenn er nicht so schnell aufgeht wie angegeben, lasst ihr ihm einfach mehr Zeit, das wird schon.

Hefestriezel

Auch mit Dampfl ist Hefeteig nicht schwer herzustellen. Ihr müsst zuerst mit Milch, frischer Hefe und etwas Mehl ein Dampfl zubereiten und dieses gehen lassen, bis es sich deutlich vergrößert hat und Blasen bildet. Dann kommen die restlichen Zutaten dazu. Das ist ein bisschen aufwendiger als die Zubereitung mit Trockenhefe, aber immer noch einfach. Falls ihr es versuchen wollt, gebe ich euch die Menge der benötigten frischen Hefe gebe ich euch beim Rezept an.

Hefestriezel

Der Hefeteig, ob mit Trockenhefe oder mit frischer Hefe, braucht dann zwei Ruhezeiten: Einmal ruht der Teig in der Schüssel, ein zweites Mal rastet der geflochtene Zopf auf dem Backblech. Durch diese Ruhezeiten wird der Teig schön luftig und leicht.

Für mich schmeckt dieser Hefestriezel genau richtig. Flaumige, nicht zu süß, nicht zu üppig – perfekt für ein ausgiebiges, gemütliches Osterfrühstück oder den Osterbrunch!

Hefestriezel

Hefestriezel

  • Portionen: 1 großer Zopf in Backblechlänge
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Zutaten

190 ml Milch, laktosefrei, lauwarm
21 g Trockenhefe (Alternativ: 30 g frische Hefe)
350 g Mehl
2 große Dotter
30 g Staubzucker
½ TL geriebene Zitronenschale
1 TL Vanillezucker
30 g Butter, Zimmertemperatur (laktosefrei, wenn du sehr empfindlich bist)
5 g Salz

Zum Bestreichen
1 Ei, verquirlt

Außerdem
Hagelzucker

Zubereitung
1. Alle Zutaten mit dem Knethaken der Küchenmaschine gründlich verkneten. Der Teig soll glatt sein und sich von der Schüssel lösen. Die Schüssel mit einem sauberen Küchentuch bedecken und den Hefeteig etwa 45´ rasten lassen.
2. Ein Backblech mit Backpapier belegen. Den Teig kurz durchkneten. Drei gleiche Stränge formen, nebeneinander auf das Backblech legen. Zu einem Zopf flechten: Abwechselnd den rechten und den linken Strang über den mittleren Strang legen. Den Zopf oben und unten gut zusammendrücken. Den Striezel auf das Backblech legen, mit einem sauberen Küchentuch bedecken und etwa 20´-30´ gehen lassen.
3. Das Backrohr vorheizen auf 170° C Ober-/Unterhitze.
4. Das Ei versprudeln und den Striezel damit bestreichen. Mit Hagelzucker bestreuen und je nach Backrohr ca. 30´ backen. Aus dem Backrohr nehmen und abkühlen lassen.

Hefestriezel

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10 Comments

  1. Nichts Besonderes, ganz normal und kein Schnickschnack … na und?! Dein Striezel sieht perfekt aus und ich glaube deine gesamte Leserschaft stünde bei dir vor der Tür um ihn zu verkosten, wenn es denn möglich wäre. Ähm, ich übrigens auch 😉 .
    Hab noch einen gemütlichen Sonntagabend!
    Maren

    • Eva Dragosits

      Da bräuchte ich dann wohl einen zweiten und einen dritten Striezel und vielleicht noch mehr 🙂 ! Also warnt mich bitte vor!
      Dir auch einen schönen Abend und eine guten Start in die Woche!
      Eva

  2. Da hatten wir wohl den selben Gedanken 🙂 Dein Zopf sieht fantastisch aus.
    Liebste Grüße,
    Elli

  3. Wenn ich vor dem Backen, den Strietzel mit Hagelzucker bestreue, löst sich dann nicht der Zucker durch die Hitze auf? Liebe Grüße

    • Eva Dragosits

      Nein, gar nicht 🙂 ! Er karamellisiert auch nicht, sondern bleibt weiß und knackig!
      Liebe Grüße und gutes Gelingen!

      • Dankeschön, werde ihn zum Osterfrühstück backen,
        liebe Grüße und schöne Ostertage

        • Eva Dragosits

          Das würde mich sehr freuen 🙂 ! Ich habe auch vor, den Striezel für Ostern noch einmal zu backen.
          Sorry übrigens für die verspätete Antwort auf deinen Kommentar. Ich habe ihn erst heute gesehen, der ist irgendwie untergegangen. Normalerweise antworte ich schneller.
          Liebe Grüße!

    • Entschuldigung,, noch eine Frage, die 2 Eidotter gehören doch in den Teig. Muss ich also noch ein Eidotter quirlen und dann bestreichen?
      Das steht nämlich nicht im Rezept. liebe Grüße

      • Eva Dragosits

        Du hast recht, ich habe beim Rezept etwas vergessen: Der Striezel wird mit versprudeltem Ei bestrichen und mit Hagelzucker bestreut. Ich habe es soeben im Rezept geändert. Danke für den Hinweis und gutes Gelingen 🙂 !
        Liebe Grüße!

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