Honigschnitte

Honigschnitte

Heute mache ich eine Ausnahme. Normalerweise stelle ich hier nur Süßes vor, das ich trotz Laktoseintoleranz und Fruktoseintoleranz vertrage. Diesmal habe ich allerdings ein Rezept für euch, das ich selbst nicht so gut vertrage, nämlich ein Rezept für Honigschnitten. Honig ist leider stark fruktosehältig. Ein kleines Stück von der Honigschnitte kann ich essen, aber mehr nicht.

Honigschnitte

Warum ich euch die Honigschnitten trotzdem präsentiere? Hauptsächlich deshalb, weil sie richtig gut schmecken! Bei diesen Honigschnitten nach einem Rezept aus dem Nürnberger Weihnachtsbackbuch* (Werbung) von Karl Neef schmeckt man den Honig so schön heraus. Wer Honig mag (und verträgt), wird diese Schnitten schon wegen des angenehmen Honiggeschmacks lieben!

Honigschnitte

Eine kleine Menge Orangeat/Aranzini und Zitronat rundet den Geschmack der Honigschnitten fein ab. Ich mochte Orangeat/Aranzini und Zitronat früher ja überhaupt nicht. Ich fand das immer sehr eigen im Geschmack, irgendwie fade, und von einer komischen Konsistenz. Manchmal hart, manchmal weich, irgendwie gummiartig. Nicht meins.

Honigschnitte

Vor etwa einem Jahr allerdings entdeckte ich am Welser Wochenmarkt bei einem Stand, der sich auf Bio-Ware spezialisiert hat, selbstgemachte Aranzini und Zitronat. Ich durfte kosten, und seitdem liebe ich Orangeat/Aranzini und Zitronat – aber nur von diesem Stand. Das Orangeat/Aranzini ist so richtig schön bitter-süß, mit kräftigem Geschmack. Das Zitronat lasst der Betreiber aus speziellen Zitronat-Zitronen herstellen. Das sollen ganz große Zitronen sein, wie mir die Marktstandlerin erklärte. Ich kenne mich da nicht so aus, aber eines weiß ich: sowohl Orangeat/Aranzini als auch Zitronat schmeckt dort wirklich gut.

Seitdem, wie gesagt, mag ich Kekse und Gebäck mit Orangeat/Aranzini und Zitronat richtig gerne. Aber nur, wenn die Qualität der kandierten Früchte stimmt!

Honigschnitte

Zurück zum Lebkuchen: Bei diesem Rezept habe ich eine Lieblingszutat, nämlich die „zerdrückten Haselnüsse“. Ich muss jedes Mal lachen, wenn ich das Rezept lese. Ich kenne geriebene Haselnüsse, gehobelte Haselnüsse, geröstete Haselnüsse, aber „zerdrückte Haselnüsse“? Das habe ich bisher einzig in diesem Rezept so gelesen.

Jedenfalls kommen die Haselnüsse auf ein Schneidbrett, und dann rolle ich ordentlich fest mit dem Nudelholz drüber und zerdrücke sie, bis sie leicht platt sind. Echt brutal, aber so steht´s im Rezept!

Honigschnitte

Eines müsst ihr bei diesem Rezept beachten: Der Honig für den Teig darf nicht zu warm sein. Ihr müsst ihn erst mitsamt dem Zucker erwärmen und dann wieder auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Das kann 2-3 Stunden dauern. Der Honig darf aber auch nicht zu stark abkühlen oder zu lange stehen bleiben, sonst wird der Teig zäh. Ich ließ den Teig, soweit ich mich erinnere, knapp 2 Stunden kühlen.

Honigschnitte

Ein Zuckerguss obendrauf macht die Honigschnitte schlussendlich perfekt. Ähnlich wie beim Winterkuchen mit Sternanis duftet es in der Küche herrlich weihnachtlich, während die Honigschnitte im Backrohr ist!

Honigschnitte

Wenn die Honigschnitte ganz abgekühlt ist, schneidet ihr sie in beliebig große Stücke. Ihr müsst sie unbedingt luftdicht verschlossen aufbewahren, damit sie nicht hart wird. Falls das doch passieren sollte, legt ihr am besten ein Stück Apfel in die Dose, dann sollte die Honigschnitte wieder weich werden.

Honigschnitte

Es gibt noch einen zweiten Grund dafür, warum ich euch die Honigschnitte vorstelle, und zwar das Monatsthema von „ichbacksmir“ von Clara von tastesheriff. Für den November hat sie sich das Thema Honig ausgesucht. Ich selber habe zwar wenig davon, aber vielleicht freut sich der/die eine oder andere da draußen über das Rezept!

ichbacksmir tastesheriff

Honigschnitte


Zutaten
500 g Bienenhonig
250 g Zucker
200 g Haselnüsse
10 g Lebkuchengewürz
10 g Zimt
4 g Hirschhornsalz
40 g gewürfeltes Zitronat
35 g gewürfeltes Orangeat/Aranzini
2 Eier
500 g Mehl

Glasur
250 g Staubzucker
Wasser zum Anrühren

Zubereitung
1. Bienenhonig und Zucker in einem mittelgroßen Topf unter ständigem Rühren erhitzen, bis sich Honig und Zucker aufgelöst haben. Die Masse darf nicht kochen! Vom Herd nehmen und etwa 2-3 Stunden lang auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.
2. Die Haselnüsse auf ein Schneidbrett geben und mit dem Nudelholz leicht zerdrücken. Zitronat und Orangeat/Aranzini grob hacken.
3. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und einen Backrahmen darauf stellen. Das Backrohr auf 170° C Ober-/Unterhitze vorheizen.
4. Wenn die Honigmasse Zimmertemperatur hat, alle Zutaten in eine große Rührschüssel geben und mit der Küchenmaschine mit dem Knethaken zu einem glatten Teig kneten. Der Teig ist sehr schwer und klebrig.
5. Den Teig gleichmäßig auf dem Backblech verteilen und glatt streichen. Auf der zweiten Schiene von unten backen, bis die Oberseite leicht dunkel ist und leicht zurück federt, wenn man einen Finger darauf drückt. Das dauert ca. 20-25 Minuten, je nach Backrohr.
6. Ein bis zwei Minuten bevor die Honigschnitte fertig ist den Staubzucker in eine Schüssel sieben und mit so viel Wasser verrühren, dass eine mittelfeste Glasur entsteht.
7. Die Honigschnitte aus dem Backrohr holen. Sofort die Zuckerglasur darüber gießen und mit einem Backpinsel gleichmäßig verteilen. Komplett auskühlen lassen, dann in Stücke schneiden. In einer luftdichten Dose aufbewahren.

HonigschnitteLasst es euch schmecken!

Ich wünsche euch einen wunderschönen Advent – mit oder ohne Honigschnitte!

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No Comments

  1. Ja, das ist wirklich sehr fein 🙂 ! Und mit Mandeln oder auch Walnüssen sicher genauso gut!
    Unser zweiter Advent war sehr schön. Jetzt vergeht die Zeit wie im Flug!
    Liebe Grüße in den Norden! Eva

  2. Mh das klingt lecker!
    Toll, dass du mit deinem Rezept dabei bist!
    Liebste Grüße, Claretti

  3. Sehen die lecker aus, kannst ja mal welche vorbei schicken! :p

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