Sachertorte im Glas

Sachertorte im Glas

Es kommt selten vor, dass sich meine Familie einig darüber ist, dass etwas gut schmeckt. Suppen, Hauptspeisen, Desserts, Salat, Obst, Sushi, Chips, die Geschmäcker gehen weit auseinander. Der/Die eine mag´s, der/die andere nicht. Manchmal könnte man meinen, sie haben das abgesprochen. Jedenfalls sitzt bei uns oft jemand beim Essen, der nicht ganz glücklich ist mit dem Angebot.

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Bei dieser feinen Sachertorte im Glas sah ich, nach den ersten skeptischen Bissen, vier Mal „Daumen hoch“ und vier sehr zufriedene Gesichter. Das ist fast so etwas wie ein Sechser im Lotto!

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Das Rezept für die Sachertorte im Glas habe ich aus Johann Lafers Der große Lafer BACKEN* (Werbung). Die Marillenmarmelade habe ich nicht wie Lafer mit 2:1 Gelierzucker zubereitet, sondern mit 1:1. Nachdem mir mal eine Bio-Markthändlerin erklärt hat, dass im 2:1 Gelierzucker mehr Chemie drin ist als bei 1:1, verwende ich nur mehr den 1:1 Gelierzucker. Ich habe es überprüft: im 2:1 Gelierzucker sind z.B. gehärtete Fette drin. Seitdem bin ich umgestiegen auf 1:1 Gelierzucker.

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Statt Orangensaft zum Befeuchten der Sacher-Würfel habe ich verdünnten Holunderblütensirup verwendet. Ich hatte keinen Orangensaft im Haus.

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Das waren die einzigen Änderungen, die ich am Rezept vorgenommen habe – weil es so, wie es ist, perfekt funktioniert. Der Sacher-Boden ist saftig und schmeckt intensiv nach Schokolade. Darüber eine Schicht süß-säuerliche frisch zubereitete Marillenmarmelade mit großen Fruchtstückchen, bedeckt von einem Klecks Schlagrahm. Als runder Abschluss Schokolade-Sauce. Die Sachertorte im Glas schmeckt sehr ausgewogen – große Harmonie am Gaumen! Zudem ist die Sachertorte im Glas relativ leicht, da die Portionsgröße angenehm klein ist.

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Auf der Abbildung in Lafers Backbuch sind die einzelnen Zutaten wunderschön in ein Dessertglas geschichtet. Das habe ich nicht hinbekommen. Meine Gläser (Whiskey-Gläser und Weißweingläser) waren zu groß, um die einzelnen Schichten bis ganz zum Rand streichen zu können. Dadurch sickerte die Schokoladesauce in die darunterliegenden Schichten. Falls ihr also dekorative Schichten wollt, müsst ihr eher kleine Gläser verwenden.

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Sachertorte im Glas

  • Portionen: Ca. 8 Gläser, je nach Größe
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Sachertorte
100 g dunkle Schokolade, laktosefrei
50 g Zucker
75 g Butter, Zimmertemperatur
3 Eier, M, Zimmertemperatur
1 Prise Salz
50 g Mehl
1 TL Backpulver

Marillenschicht
250 g Marillen
200 g Gelierzucker 1:1
Saft von 1 Zitrone

Schokoladesauce
30 g Butter
150 g dunkle Schokolade, laktosefrei
125 ml Schlagrahm, laktosefrei
50 g Zucker

Zum Beträufeln
2-3 EL Orangensaft bzw. verdünnter Holunderblütensirup (wenn Kinder mitessen), oder Rum (für Erwachsene)
2 EL Staubzucker

Für die Schlagrahm-Schicht
150 ml Schlagrahm, laktosefrei

Zubereitung
Für den Sacher-Boden das Backrohr auf 160° Heißluft vorheizen. Eine Springform (Durchmesser 26 cm) mit Butter einfetten. Salz, Mehl und Backpulver in einer kleinen Schüssel mischen.
Die Schokolade in kleine Stücke brechen. Mit Zucker und Butter in eine Rührschüssel geben. Die Rührschüssel auf einen kleinen, mit Wasser gefüllten Topf setzen. Der Boden der Rührschüssel darf das Wasser nicht berühren. Das Wasser erhitzen, aber nicht kochen lassen. Schokolade, Zucker und Butter in der Rührschüssel auf dem Wasserbad schmelzen, dann zur Seite stellen.
Die Eier einzeln zu der Schokolade-Mischung geben und jedes Ei mit dem Handmixer gründlich einrühren. Die Mehl-Mischung mit einem Schneebesen vorsichtig unter die Schokolade-Ei-Mischung heben. Den Teig in die Springform füllen und im Backrohr ca. 20´-25´ backen. Stäbchenprobe machen. Wenn der Kuchen fertig ist, aus dem Rohr nehmen und abkühlen lassen.

Während der Kuchen im Rohr ist, die Marillen-Marmelade und die Schokoladesauce zubereiten:
Für die Marillen-Marmelade die Marillen waschen, halbieren und entsteinen. Die Marillen-Hälften je nach Größe halbieren oder Dritteln. Die Stücke sollten nicht zu klein sein. Die Marillenstücke mit Gelierzucker und Zitronensaft in einen kleinen Topf geben. Gut vermischen, dann aufkochen lassen und bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten sprudelnd kochen lassen. Den Topf vom Herd nehmen, auch wenn die Mischung noch recht flüssig erscheint. Sie dickt beim Abkühlen ein. Die Marmelade im Topf abkühlen lassen.

Für die Schokoladesauce Butter und Schokolade in kleine Stücke teilen. Den Schlagrahm in einen kleinen Topf geben und aufkochen lassen. Vom Herd nehmen. Die Butter- und Schokoladestücke nach und nach dazugeben und unterrühren, bis sie geschmolzen sind.
75 ml Wasser in einen kleinen Topf geben. Den Zucker dazu geben. Aufkochen lassen, bis sich der Zucker gelöst hat. Diese Zuckerlösung langsam unter die Schokolademischung rühren, dabei ständig umrühren. Abkühlen lassen.
Anmerkung: Bei mir sah es so nach dem Einrühren von Schokolade und Butter in den Schlagrahm so aus, als verbinden sich Schlagrahm und Schokolade nicht gut, und ich machte mir Sorgen, dass die Sauce missglückt ist. Das war aber nicht so: beim nächsten Schritt hat sich die Mischung zu einer glatten Schokoladesauce verbunden, und alles war alles wieder gut.

Fertigstellung:
Schlagrahm halbsteif schlagen; er sollte nicht zu fest sein.
Orangensaft / Holunderblütensaft / Rum mit dem Staubzucker verrühren.
Die abgekühlte Sachertorte in Würfel von etwa 2 x 2 cm schneiden; bei mir waren die Würfel kleiner, etwa 1,5 x 1,5 cm.
Die Sacher-Würfel gleichmäßig auf den Gläsern verteilen und mit der Saft-/Rum-Mischung beträufeln. Die Marillen-Marmelade darüber verteilen, dann den Schlagrahm darüber streichen. Wenn ihr schöne Schichten wollt, müsst ihr den Schlagrahm bis zum Rand hin streichen, damit er eine Art Deckel bildet und die Schokoladesauce nicht nach unten sickert.
Die abgekühlte Schokoladesauce darüber verteilen. Lasst es euch schmecken!

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