Buttermilchkuchen mit Blaubeeren und Zitronenthymian

Buttermilchkuchen mit Blaubeeren und Zitronenthymian

Rosmarin beim Grillfleisch, Basilikum zum Salat, Petersil zu den Erdäpfeln – dass Kräuter herzhafte Speisen verfeinern, das weiß man ja. Ich hab´s mal süß versucht: Beim Buttermilchkuchen mit Blaubeeren und Zitronenthymian gibt Zitronenthymian im Teig und im Sirup dem Kuchen einen richtig schönen, frischen Kick. Klingt vielleicht schräg, ist aber absolut zu empfehlen!

Buttermilchkuchen mit Blaubeeren und Zitronenthymian

Jetzt im Sommer ist der kleine Kräutergarten vor dem Haus mein großer Luxus. Ich liebe vor allem Kräuter im Salat. Bei mir kommt meistens eine wilde Mischung aus Pfefferminze, Zitronenmelisse, Oregano, Rosmarin und drei verschiedenen Basilikumsorten ins Grünzeug. Da schmeckt der Salat jedes Mal anders, für Abwechslung ist gesorgt.

Beim Backen bin ich mit Kräutern nicht ganz so experimentierfreudig. Da überlege ich mir vorher ganz genau, was zusammenpassen könnte. Ich war mir sicher, dass sich Zitronenthymian und Blaubeeren perfekt ergänzen. Dazu Zitrone, um den frischen Geschmack zu unterstreichen. Und damit die Aromen richtig zur Geltung kommen können, habe ich alles in einem neutralen Buttermilchkuchen ohne Schnickschnack verpackt.

Beim Buttermilchkuchen mit Blaubeeren und Zitronenthymian ist es ganz wichtig, dass die Zutaten Raumtemperatur haben. Zuerst rührst du die Butter und den Zucker gut schaumig, dann kommen nach und nach die Eier dazu. Wenn die Eier zu kalt sind oder wenn du zu viele Eier auf einmal zugibst, verbinden sie sich nicht mit der Buttermasse. Der Teig wird dann „grieselig“, wie meine Oma sagen würde. Er gerinnt. Also: Achte unbedingt darauf, dass die Zutaten Raumtemperatur haben, und rühre jedes Ei einzeln und für mindestens eine Minute in den Teig.

Im nächsten Schritt gibst du abwechselnd die Buttermilch und die Mehlmischung zum Teig. Hier gilt wiederum: Die Buttermilch muss Raumtemperatur haben, sonst gerinnt der Teig!

Buttermilchkuchen mit Blaubeeren und Zitronenthymian

Außerdem musst du darauf achten, dass du das Mehl zwar gut unterrührst, dabei aber nicht zu lange rührst. Sonst arbeitest du das Gluten aus dem Mehl heraus. Der Teig wird dann klebrig, der Kuchen schmeckt mehlig und pappig und einfach nicht gut. Das willst du nicht haben.

Zuletzt kommen die Kräuter und die Blaubeeren zum Teig. Das machst du am besten nur ganz kurz und mit einem Kochlöffel.

Jetzt kommt noch etwas Wichtiges: Die Form muss gut einfettet und auch leicht bemehlt sein. Sonst bekommst du den Kuchen nicht aus der Form. Ich habe meine neue Silikonform verwendet und gedacht, Einfetten würde reichen. Tja, das war ein Irrtum. Ich habe der Kuchen nur mit viel Glück in einem Stück aus der Form bekommen. Also: Einfetten und Bemehlen!

Nach dem Backen stürzt du den Kuchen auf ein Kuchengitter, durchlöcherst ihn mit einem Holzstäbchen und löffelst den Sirup darüber. Jetzt ist er fertig, der Buttermilchkuchen mit Blaubeeren und Zitronenthymian – supersaftig, mit feinem Aroma nach Kräutern und Zitrone.

Du bist neugierig geworden auf´s Backen mit Kräutern? Auf dem Blog findest du folgende Rezepte:

Genieß´ den Tag und hab eine feine Woche!

Buttermilchkuchen mit Blaubeeren und Zitronenthymian

  • Portionen: 1 Kastenform, bei mir ca. 25 lang, 11 cm breit und 8 cm tief
  • Drucken

Zutaten

Teig

120 g Butter, Raumtemperatur (laktosefrei, wenn du sehr empfindlich bist)
270 g feiner Zucker
1 EL Vanillezucker
3 Eier, Raumtemperatur
200 g Mehl
½ TL Natron
½ TL Salz
120 ml Buttermilch, laktosefrei, Raumtemperatur
125 g frische Blaubeeren, gewaschen und mit einem Küchentuch trocken getupft
3-4 Zweige Zitronenthymian

Sirup

40 g Zucker
40 ml Wasser
1 Bio-Zitrone, Saft und abgeriebene Schale
3-4 Zweige Zitronenthymian

Zubereitung

1. Den Backofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Kastenkuchenform gut einfetten und mit Mehl bestäuben.
2. Den Zitronenthymian waschen und trocknen. Die Blätter von den Zweigen zupfen und fein hacken.
3. Die weiche Butter, den Zucker und den Vanillezucker gründlich schaumig rühren, mindestens 5 Minuten. Die Eier einzeln dazu geben und jeweils mindestens eine Minute unterschlagen.
4. Mehl, Natron und Salz in einer kleinen Schüssel vermischen. Ein Drittel der Mehlmischung und die Hälfte der Buttermilch zur Ei-Zucker-Mischung geben und unterrühren. Das nächste Drittel der Mehlmischung und die restliche Buttermilch dazu geben und wiederum unterrühren. Den Rest der Mehlmischung unterrühren, bis alle Zutaten gut vermischt sind. Nicht zu lange rühren!
5. Die Blaubeeren und den gehackten Zitronenthymian mit einem Kochlöffel einrühren.
6. Den Teig in die vorbereitete Kastenkuchenform geben und glatt streichen. Ca. 50-55 Minuten goldbraun backen. Stäbchenprobe machen: Ein Holzstäbchen in den Kuchen stecken und herausziehen. Wenn kein Teig am Stäbchen haften bleibt, ist der Kuchen fertig.
7. Den Kuchen kurz in der Form auskühlen lassen, dann auf ein Kuchengitter stürzen. Komplett auskühlen lassen.

Fertigstellung

1. Den Zitronenthymian für den Sirup waschen und trocknen. Die Blätter von den Zweigen zupfen und fein hacken. Die Menge sollte etwa 2 TL ergeben.
2. Zucker, Wasser, Zitronensaft und Zitronenschale in einem kleinen Topf aufkochen. Den gehackten Zitronenthymian dazu geben und den Topf vom Herd nehmen.
3. Mit einem Holzstäbchen viele tiefe Löcher in den Kuchen stechen. Den Sirup mit einem Esslöffel nach und nach über den Kuchen träufeln und einziehen lassen.

Buttermilchkuchen mit Blaubeeren und Zitronenthymian

4 Comments

  1. Coco Maurer

    Liebe Eva,

    es klingt schräg, aber Rosmarin zu Kirschen oder Brombeeren, schmecken so lecker….

    Auch in Marmeladen mit Kirschen oder Brombeeren….

    Versuchs einfach mal, der zarte Zitronenthymian ist ein Anfang, aber der Rosmarin in der Mischung, ist eine Geschmacksexplosion.
    Liebe Grüße aus Stuttgart
    Coco

    • Eva Dragosits

      Liebe Coco,
      danke für deine Tipps. Ich kann mir diese Kombinationen richtig gut vorstellen – vor allem Rosmarin mit Brombeeren klingt echt lecker 🙂 !
      Und Kirschmarmelade mit Rosmarin, da bin ich auch dabei!
      Liebe Grüße
      Eva

  2. Liebe Eva,
    Ich finde gar nicht, dass die Kombination von Kräutern zu Gebäck oder Desserts schräg klingt. Im Gegenteil geben sie oft den besonderen Kick und sorgen für den Überraschungsmoment.
    Dein Kuchen sieht, wie alle deine Köstlichkeiten, wunderbar saftig aus und ist garantiert ein Genuss!

    Ich wünsche dir noch einen schönen restlichen Pfingstfeiertag. Wir sind heute einfach mal richtig faul 😀 !

    Liebe Grüße Maren

    • Eva Dragosits

      Liebe Maren,
      faul sein klingt herrlich 🙂 !
      Ich finde Kräuter in Kuchen und Desserts immer noch eher ungewöhnlich 🙂 . Dabei sind manche Kombinationen wirklich großartig. Ich finde immer mehr Spaß am Experimentieren 🙂 !
      Liebe Grüße und eine schöne, kurze Woche!
      Eva

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*