Foccaccia mit Rosmarin

Foccaccia mit Rosmarin

Ich bin seit meinem ersten Kontakt mit italienischem Essen ein großer Fan davon. Damals war ich in der Volksschule, und eines Tages durfte ich bei einem Schulfreund Mittagessen. Es gab Spaghetti Bolognese. Was für eine Offenbarung an Geschmack und Aromen! Ich war hin und weg.

Meine Mutter wagte sich dann auf mein Drängen hin selbst an Spaghetti Bolognese. Italienische Gerichte waren damals so neu, dass sie nicht wusste, wie man eine Bolognese-Soße kocht. Sie griff also zu einer Spaghetti-Fix Fertigmischung, und ich war glücklich. Spaghetti Bolognese waren Kult, und ob die aus der Packung kamen oder nicht war mir völlig egal.

Foccaccia mit Rosmarin

Wie gesagt, die Liebe zu italienischem Essen ist mir geblieben. Daher gibt es heute diese italienische Foccaccia mit Rosmarin. Die ist sehr einfach und relativ schnell zu machen, und Fertigmischung braucht ihr dafür garantiert keine!

Die Zubereitung des Hefeteigs ist völlig unkompliziert. Ich verwende dafür Trockenhefe, wie fast immer bei Rezepten mit Hefeteig. Einfach alle Zutaten für den Teig verkneten und rasten lassen. Das klappt immer.

Foccaccia mit Rosmarin

Der Hefeteig muss dann ruhen, und zwar 20 Minuten lang. Für einen Hefeteig ist das relativ kurz. Die Foccaccia bleibt deshalb recht dünn und wird schön knusprig.

Am besten genießt ihr die Foccaccia, wenn sie frisch gebacken wurde und gerade abgekühlt ist. Sie schmeckt ganz schlicht nach Rosmarin und Meersalz. Ich mag sie sehr gerne mit ein paar Oliven dazu, vielleicht etwas Butter und Salz. Wer mag, trinkt ein Glas Wein dazu. Ein kleines, feines Abendessen!

Foccaccia mit Rosmarin

Wenn ihr keinen frischen Rosmarin habt, könnt ihr auch 2 Esslöffel getrockneten Rosmarin verwenden. Das ist aber eher eine Notlösung – das Aroma von frischem Rosmarin ist einfach unschlagbar.

Foccaccia mit Rosmarin

Foccaccia mit Rosmarin

  • Portionen: 2 Fladen für vier Personen
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Zutaten

1 Pck. Trockenhefe
1 Prise Zucker
500 g Mehl
2 gestrichene TL Salz
2 EL Olivenöl
350 ml lauwarmes Wasser
Meersalz / Fleur de Sel

Zubereitung
1. Alle Zutaten in eine große Rührschüssel geben. Mit der Küchenmaschine mit dem Knethakten etwa 5 Minuten lang zu einem glatten Teig kneten. Mit einem sauberen Tuch abdecken und etwa 20 Minuten gehen lassen.
2. Währenddessen die Nadeln von einem großen Zweig Rosmarin abstreifen, waschen und mit Küchenpapier trockentupfen. Die Nadeln mit 2 EL Öl vermischen.
3. Zwei Backbleche mit Backpapier bedecken. Das Backrohr vorheizen auf 200° C Ober-/Unterhitze.
4. Den Teig in zwei gleiche Hälften teilen. Jede Hälfte mit den Händen und evtl. dem Nudelwalker zu einem großen runden Fladen formen. Mit den Fingern Vertiefungen in die Fladen drücken. Beide Fladen mit dem Rosmarinöl bestreichen und mit Meersalz / Fleur de Sel nach Geschmack bestreuen. Nacheinander auf der zweiten Schiene von unten ca. 20-25 Minuten goldbraun backen.

Foccaccia 1

Anmerkung: Ober-/Unterhitze ist hier besser als Heißluft, daher könnt ihr nicht beide Fladen gleichzeitig backen. Während der erste Fladen im Ofen ist, kann der zweite noch ein bisschen aufgehen. Das macht ihn etwas luftiger als den ersten Fladen.

Foccaccia 3

No Comments

  1. Ich liebe frische Rosmarin-Foccaccia auch sehr, also musste ich dein Rezept gleich einmal genauer anschauen. Und ja – italienisches Essen natürlich überhaupt! Wobei … erinnerst du dich noch an \”Insalata mista\”, Zwiebackfrühstück u.a. auf einer gewissen Etrurien-Exkursion – war damals freilich trotzdem toll. Und dein Rezept ist sicher lecker, ich habe die Foccaccia bisher immer wesentlich dicker gemacht, werde sie das nächste Mal auch einmal flach probieren! Liebe Grüße Veronika

    • Ach ja, Etrurien… Damals haben wir nicht viel gegessen, wenn ich mich recht erinnere! Das würde ich heute nicht mehr machen!
      Diese Foccaccia hier ist eher eine Art großer Knusperfladen. Die dickere Version mag ich auch sehr gerne, vor allem mit Cocktailtomaten und Basilikum. Die gibt´s dann im Spätsommer, wenn die Tomaten reif sind!
      Liebe Grüße
      Eva

  2. Kaum zu glauben, dass es eine Zeit gab, in der man italienisches Essen bei uns nicht kannte! Was haben wir damals eigentlich gegessen?!?
    Foccaccia ist normalerweise dicker als diese hier. Ich mag beide Varianten, aber die hier geht halt einfach schneller 🙂 !
    LG
    Eva

  3. Dann hab ich deinen Geschmack ja gut getroffen mit diesem Rezept 🙂 !

  4. Herrlich! Auch hier kann ich den Duft schon erahnen. Foccacia liebe ich, das, und Olivenbrot. Spaghetti Bolognese gibt es hier, seit meiner Kindheit, fast immer Samstags. Auch heute und wir werden dieses Gericht nie müde.
    Liebe Grüsse,
    Claudine

  5. Ich habe mir ein Rosmarinöl erstellt. Viele Wochen lang die Rosmarinnadeln in Olivenöl ziehen lassen. Das Öl hält sich dann sehr lange und ist super geeignet für Foccaccia geeignet. Deine Seite ist sehr gut. Ich komme immer mal wieder. Lg Ulla

    • Oh, das ist aber ein nettes Kompliment danke 🙂 ! Freut mich sehr!
      Das mit dem Rosmarinöl ist ein toller Tipp, nochmals danke! Das werde ich mir merken!
      Liebe Grüße, Eva

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