Pflaumentarte mit Topfen

Pflaumentarte mit Topfen – ein feiner Spätsommerkuchen

Wie konnte das passieren – der Somme geht dem Ende zu, und ich habe bisher nur einen einzigen Sommerkuchen gebacken, den Wachauer Marillenstrudel?!? Es wird höchste Zeit, dass ich nachlege: Heute gibt es ein Rezept für eine saftige Pflaumentarte mit Topfen!

Pflaumentarte mit Topfen

Dieser Sommer ist zu schnell an mir vorüber gegangen. Ich habe richtig viel für den Blog gearbeitet. Habe alte Beiträge aktualisiert, Bilder ausgetauscht, Texte angepasst, Rezepte überarbeitet, auf das Einhalten der SEO-Richtlinien geachtet, neue Pins gestaltet und mehr. Vor lauter Arbeit an diesen Dingen habe ich komplett auf´s Backen vergessen.

Jetzt ist allmählich ein Ende in Sicht. Der Blog sieht schon fast so aus, wie ich ihn haben möchte – und ich habe endlich wieder Zeit und Lust zum Backen! Vor zwei Tage bin ich das erste Mal seit langem wieder in der Küche gestanden und habe gewogen, gerührt und geknetet. Eine mürb-saftige Pflaumentarte mit Topfen ist´s geworden.

So bereitest du die Pflaumentarte mit Topfen zu

Die Pflaumentarte mit Topfen besteht aus einem feinen Mandelmürbteig, einer saftigen Topfenfülle und frischen Pflaumen. Den Mandelmürbteig für den Tarteboden und das Gitter mag ich sehr gerne. Ich habe ihn schon für die Marillentarte mit Marzipan verwendet. Dort wird der gesamte Mürbteig für den Boden verwendet; der Boden ist relativ dick.

Für die Pflaumentarte mit Topfen habe ich den Mürbteig dünner ausgerollt. Die Menge ist perfekt für einen Boden und ein Teiggitter über der Fülle, das geht sich genau aus. So dünn ausgerollt ist der Mürbteig nach dem Backen richtig schön mürb und knusprig.

Pflaumentarte mit Topfen von oben

Ich finde den dünnen Mürbteig ausgerollt fast besser als bei der Marillentarte mit Marzipan. Er schmeckt auch dort ganz ausgezeichnet, ist aber viel robuster, kernige, bissiger. Nicht so mürb wie in der dünnen Variante.

Die Topfenfülle ist sehr schnell und einfach zusammengerührt. Bei meiner Variante wird zuletzt Eischnee untergehoben. Ich glaube, es würde auch funktionieren, wenn man ganze Eier unterrührt.

Das Zusammensetzen der Tarte ist ein bisschen knifflig. Der Mürbteig bricht leicht und lässt sich nicht so einfach in die Tarteform transportieren. Ich habe den ausgerollten Teig so gut es ging in die Form befördert und dann von Hand korrigiert, bis der Teig gleichmäßig in der Form verteilt war.

Jetzt kommt die Topfenfülle in die Tarteform, dann werden die halbierten Pflaumen mit der Schnittfläche nach oben auf die Fülle gesetzt. Die Topfenmasse sieht nach wenig aus und reicht nicht bis zum Rand der Tarteform. Das passt so! Beim Backen geht sie auf und wird höher.

Statt Pflaumen kannst du sicher auch Zwetschgen, Nektarinen oder Marillen nehmen!

Pflaumentarte mit Topfen von oben, drei Stücke auf Tellern

Den Teig für das Gitter habe ich nach dem Ausrollen in Streifen von 1,5-2 cm Breite geschnitten und die Tarte damit belegt. Ich habe mich dabei abwechselnd von links nach rechts und von unten nach oben bewegt, also: ein Streifen links, einer unten. Wieder einer links, näher zur Mitte, dann einer unten, näher zur Mitte. Und so weiter. Einige Streifen sind dabei zerbrochen. Das habe ich händisch korrigiert.

Zuletzt habe ich aus den Mürbteigresten kleine Herzen ausgestochen und die Bruchstellen damit bedeckt. Ich finde bei dieser Tarte einen rustikalen Look auch gar nicht schlimm!

Die Backzeit: So erkennst du, ob die Pflaumentarte mit Topfen – oder ein anderer Kuchen – fertig ist

Die Pflaumentarte mit Topfen wird bei Ober-/Unterhitze auf der zweiten Stufe von unten goldbraun gebacken. Bei mir war sie in 55 Minuten schon deutlich goldbraun und musste dringend aus dem Backrohr. Die Backzeit hängt aber immer vom Backrohr ab! Backrohre backen sehr unterschiedlich, es braucht ein gewisses Gespür dafür, wann ein Kuchen fertig ist.

Bei Rührteigen muss unbedingt die Stäbchenprobe gemacht werden: Wenn an einem in den Teig gesteckten Holzstäbchen kein Teig kleben bleibt, ist der Kuchen fertig. Falls der Kuchen noch weitergebacken werden muss, oben aber schon dunkel wird, kann man ihn mit Alufolie abdecken und weiterbacken. Das verhindert, dass er noch dunkler wird und vielleicht sogar verbrennt.

Bei dieser Pflaumentarte mit Topfen macht die Stäbchenprobe wenig Sinn. Die Tarte ist fertig, wenn die Topfenfülle gut aufgegangen ist, die Pflaumen Saft abgeben und der Mürbteig goldbraun ist.

Pflaumentarte mit Topfen, ein Stück auf Teller

So hat´s geschmeckt

Bei uns war die Pflaumentarte mit Topfen richtig schnell aufgegessen. Sogar die Teenager, die Obst sonst eher vermeiden, haben ordentlich zugegriffen.

Ich persönlich mag vor allem den knusprig-mürben Mandelmürbteig sehr gerne. Dazu die saftige, nicht zu süße Topfenfülle und säuerliche Pflaumen, das schmeckt schon sehr fein!

Weitere Rezepte für sommerliche Kuchen mit Obst findest du hier:

Pflaumentarte mit Topfen

  • Portionen: 1 Tarteform mit 30 cm Durchmesser
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Zutaten

Mürbteig
300 g Mehl
100 g geriebene Mandeln
100 Zucker
200 g Butter (laktosefrei, wenn du sehr empfindlich bist)
2 Eidotter
1 TL Zimt
1 Prise Salz

Fülle
250 g Topfen / Quark (Laktosefrei)
60 g zerlassene Butter (laktosefrei, wenn du sehr empfindlich bist)
60 g Zucker
1 EL Vanillezucker
2 Eier
Ca. 1 kg Pflaumen

Zubereitung

1. Ich bereite den Mürbteig in der Küchenmaschine zu. Mehl, geriebene Mandeln, Zucker, Zimt, Salz in einer großen Rührschüssel vermischen. Die Butter in kleine Stücke schneiden und dazu geben, ebenso die zwei Dotter. Mit dem Knethaken auf niedriger Stufe zu einem Teig kneten. Mit der Hand noch einmal gründlich durchkneten. Den Teig etwa eine halbe Stunde im Kühlschrank kühlen.
2. Backrohr vorheizen auf 180° C Ober-/Unterhitze. Die Tarteform mit Backtrennspray oder mit zerlassener Butter gut einfetten.
3. Die Pflaumen waschen, halbieren und entsteinen.
4. Kurz bevor der Teig fertig gekühlt ist, die Füllung zubereiten. Die Eier trennen. Topfen, zerlassene Butter, Zucker, Vanillezucker und die Dotter mit dem Schneebesen glattrühren. Die beiden Eiklar zu festem Schnee schlagen und mit dem Schneebesen unter die Topfenfülle heben.
5. Zwei Drittel des Mürbteigs auf der bemehlten Arbeitsfläche zu einer runden Platte ausrollen. Die Teigplatte in die Tarteform legen. Der Teig bricht leicht: Wenn Risse entstehen oder Stücke abbrechen, von Hand nachhelfen und alles gleichmäßig in die Form drücken.
6. Die Topfenfülle einfüllen. Die halbierten Pflaumen mit der Schnittfläche nach oben gleichmäßig auf der Fülle verteilen.
7. Den restlichen Mürbteig auf der Arbeitsfläche ausrollen und in gleichmäßige Streifen von ca. 1,5-2 cm Breite schneiden. Mit den Teigstreifen ein dekoratives Gittermuster über die Fülle legen. Dabei die Streifen abwechselnd auflegen, und zwar rechtwinklig: Ein Streifen links, ein Streifen im rechten Winkel dazu an der unteren Seite. Dann wieder links, wieder unten, wieder links. Falls die Streifen reißen, händisch korrigieren – die Tarte darf ruhig etwas rustikal aussehen. Evtl. aus Teigresten kleine Herzen ausstechen und die Bruchstellen damit überdecken.
8. Die Tarte in ca. 55 Minuten auf der zweiten Schiene von unten goldbraun backen; je nach Backrohr kann die Backzeit kürzer oder länger sein. Falls die Tarte zu dunkel wird, mit Alufolie abdecken.

Pflaumentarte mit Topfen

2 Comments

  1. Du warst wirklich fleißig, liebe Eva! Und ich hatte gar nicht das Gefühl, dass du nicht genug gebacken hast. Das finde ich bei mir viel schlimmer. Ich schaffe zur Zeit nicht einmal wöchentlich ein Rezept. Im Sommer liegt immer so viel anderes an und die neue Arbeit tut das ihrige dazu.
    Auf jeden Fall ist deine Sommertarte ein toller Leckerbissen! Ich sehe auch überhaupt keine Fehler im Gitter ..??
    Wie bereits gesagt, Rohrpost wäre jetzt super 😉

    Liebste Grüße Maren

    • Eva Dragosits

      Liebe Maren,
      mir geht das Backen in diesem Sommer richtig ab 🙂 ! Aber es geht leider nicht anders, andere Dinge sind wichtiger. Wie so oft 😉 !
      Schade, dass du nicht mehr so viel zum Backen kommst und die neue Arbeit dich so in Anspruch nimmt. Backen ist einfach ein schöner Ausgleich, ist Erholung vom Alltagsstress – wenn man in Ruhe Zeit dafür hat 🙂 . Aber wenn sich das nicht ausgeht, dann gibt es auf deinem Blog halt nicht mehr jede Woche ein Rezept – Hauptsache, du stresst dich nicht deswegen 🙂 ! Die Vorfreude auf deinen neuen Beitrag hält dann eben doppelt so lange an 🙂 !
      Jedenfalls hat es keinen Sinn, unter Stress zu backen. Das macht keinen Spaß. Und bei mir geht es meistens fürchterlich daneben 🙂 !
      Ganz liebe Grüße
      Eva

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