Tiramisu

Tiramisu

Kennt ihr eigentlich jemanden, der Tiramisu nicht mag? Ich nicht. Die Kombination aus üppiger Mascarponecreme, kaffeegetränkten Biskotten (= Löffelbiskuits) und einem Hauch Alkohol kommt meiner Erfahrung nach immer an. Mit einem Tiramisu als Mitbringsel zu einer Einladung mitbringt, macht man sich schnell Freunde!

Tiramisu

Für Tiramisu gibt es eine riesige Zahl von Rezepten – mit Ei, ohne Ei, mit Topfen, mit Erdbeeren, mit Kokos, mit verschiedenen Aromen. Vor vier Jahren habe ich hier auf dem Blog eine Variante mit viel Schokolade hergestellt, ein Schokolade-Tiramisu nach einem Rezept von Donna Hay. Sehr lecker, und seeehr üppig! Dieses Rezept ist perfekt, wenn viele Gäste kommen und mit Süßem versorgt werden wollen!

Tiramisu

Heute stelle ich euch meine klassische Variante vor, die mit Eiern in der Mascarponecreme und einer dicken Schicht Kakao obendrauf. Rezepte mit rohen Eiern habe ich sehr lange vermieden, weil ich Angst vor Salmonellen hatte. Mittlerweile bin ich mutiger geworden. Ich kaufe meine Eier jede Woche beim Welser Wochenmarkt, da kann ich mich darauf verlassen, dass sie frisch sind. Probleme damit hatte ich noch nie!

Tiramisu

Außerdem finde ich, dass Eier bestimmten Rezepten einfach mehr Geschmack, eine bessere Konsistenz und ein herrliches Mundgefühl geben. Die samtige Schokomousse mit Kirschen zum Beispiel nach einem Rezept aus Jamie Olivers Jamies 5-Zutaten-Küche: Quick & Easy* ist ein Gedicht! Das kann man gar nicht vergleichen mit Schokolademousse, die ohne Eier hergestellt wird. Die esse ich zwar auch sehr gerne, aber sie schmeckt anders und ist nicht ganz so cremig.

Diese Mascarponecreme wird dank der Eier sehr luftig. Ich mag sie ohne zusätzliche Gewürze, aber wer möchte, kann sie mit Vanillezucker oder mit abgeriebener Orangenschale verfeinern.

Tiramisu

Die Besonderheit dieses Tiramisus sind die selbstgebackenen Biskotten nach einem Rezept aus Eveline Wilds Wild backen*. Die Biskotten selber zu machen ist natürlich mehr Aufwand, als zu gekauften Biskotten zu greifen, aber es macht geschmacklich und von der Konsistenz her einen riesigen Unterschied!

Tiramisu

Meine Biskotten habe ich am Vortag gebacken. Sie waren noch richtig fluffig und weich, als sie in das Tiramisu wanderten. Dadurch nehmen sie die Flüssigkeit besser auf als gekaufte Biskotten und das Tiramisu zieht richtig schön durch. Mit diesen selbstgemachten Biskotten schmeckt das Tiramisu unglaublich luftig und locker und cremig – einfach himmlisch!

Ich habe das Tiramisu in eine ziemlich große Form (35 cm x 20 cm) geschichtet. Die Creme reichte für zwei Schichten Biskotten, mein Tiramisu war also eher flach. Wenn ihr ein höheres Tiramisu mit mehr Schichten wollt, nehmt ihr einfach eine kleinere Form!

Tiramisu

Ich steche das Tiramisu am liebsten mit einem Esslöffel aus der Form. Ihr könnt es auch mit dem Messer in Stücke teilen und mit dem Tortenheber herausheben.

Tiramisu

Abschließend muss ich noch gestehen, dass sich mein Tiramisu in einem wesentlichen Punkt von den gängigen Rezepten unterscheidet: Ich vertrage keinen Alkohol und muss ihn daher weglassen. Leider. Ein bisschen Alkohol im Tiramisu sorgt für das gewisse Etwas, den Kontrast zu all der Süße. Ich gebe euch beim Rezept den Alkohol an – entscheidet selbst, ob ihr ihn verwenden wollt!

Tiramisu

Für die Bilder habe ich übrigens zu meinem Geschirr vom Flohmarkt gegriffen. Tiramisu schmeckt zwar sensationell, gibt aber optisch irgendwie wenig her. Ich finde Tiramisu ungeheuer schwierig zu fotografieren – da muss man ein bisschen nachhelfen, damit es auch so gut aussieht, wie es schmeckt!

Tiramisu

  • Portionen: ca. 8-10 Portionen
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Zutaten Biskotten
5 Dotter
130 g Zucker
5 g Vanillezucker
Zitronenschale von ½ Zitrone
5 Eiklar
Salz
135 g glattes Mehl
etwas Staubzucker

Zubereitung Biskotten
1. Backbleche mit Backpapier belegen. Backrohr vorheizen auf 185° C Ober-/Unterhitze.
2. In der Küchenmaschine oder mit dem Handmixer die Dotter mit 40 g Zucker, Vanillezucker und Zitronenschale gut schaumig rühren, mindestens 5 Minuten lang. In einer zweiten Schüssel das Eiklar mit 90 g Zucker zu cremigem Schnee schlagen. Den Schnee mit dem Schneebesen unter die Dottermasse heben, das Mehl vorsichtig unterheben.
3. Den Teig in einen Spritzbeutel mit runder Tülle geben und Biskotten auf die Bleche dressieren. Bei mir ergaben sich vier Bleche mit je 24 Biskotten. Den Staubzucker in ein Teesieb geben und die Biskotten dünn damit bestäuben. Die Biskotten im Backrohr in etwa 10 Minuten goldgelb backen. Aus dem Backrohr nehmen und auskühlen lassen.

Zutaten Tiramisu
100 g Zucker
500 g Mascarpone, laktosefrei
3 Eier, getrennt
ca. 60-70 Biskotten
ca. 250 ml starker Kaffee
40 ml Rum oder Amaretto (optional)
etwas Kakaopulver

Zubereitung Tiramisu
1. Die Dotter mit 50 g Zucker sehr gut schaumig rühren. Den Mascarpone löffelweise auf niedriger Stufe unterrühren, bis die Mischung glatt ist.
2. Das Eiweiß mit den restlichen 50 g Zucker zu cremigem Schaum schlagen und unter die Mascarponemischung heben.
3. Eine Form (ich: 35 cm x 20 cm) dünn mit etwas Mascarponecreme bestreichen.
4. Den Kaffee in einen tiefen Teller geben. Falls gewünscht, mit dem Alkohol vermischen.
5. Die Biskotten einzeln kurz in den Kaffee bzw. die Kaffeemischung tunken, dann dicht nebeneinander auf die Mascarponecreme setzen.
6. Die Biskotten mit Mascarponecreme bestreichen, dann eine zweite Schicht getränkte Biskotten darüber geben. Weiter abwechselnd getränkte Biskotten und Creme in die Form schlichen. Je nach Größe der Form ergeben sich zwei bis vier Schichten Biskotten. Mit einer Schicht Creme abschließen.
7. Das Tiramisu im Kühlschrank mindestens zwei Stunden oder über Nacht ziehen lassen. Vor dem Servieren dick mit Kakaopulver bestäuben.
Unbedingt im Kühlschrank aufbewahren und am besten noch am selben Tag essen!

Tiramisu

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6 Comments

  1. Ich finde sogar, dass dein Tiramisu sogar optisch viel hergibt, denn mir ist gerade beim Anblick das Wasser um Mund zusammen gelaufen. Ich wiederhole mich: selbstgebackene Biskotten sind, wie du bereits schriebst, ein riesiger Unterschied zu den gekauften. Und für mich muss auch kein Alkohol im Tiramisu sein. Eigentlich mag ich beide Varianten. Das Flohmarkt Geschirr ist wirklich süß.
    Ich wünsche dir noch einen schönen Abend!
    Liebe Grüße Maren

    • Eva Dragosits

      Vielen Dank für dein Lob, Maren – wenn dir das Wasser im Mund zusammenläuft, habe ich es richtig gemacht 🙂 ! Ich hätte nie gedacht, dass selbstgebackene Biskotten so viel Unterschied machen. Ich liebe Tiramisu auch mit gekauften Biskotten, aber mit diesen selbstgebackenen ist es nochmals besser 🙂 !
      Liebe Grüße und eine schöne Woche!

  2. Liebe Eva, ich esse Tiramisu sehr gerne und mache ihn auch öfters. Und mit Eier schmeckt er am besten. An Biskotten habe ich noch nicht getraut, sollte ich vielleicht aber machen (aber zuerst müssen die gekauften verbraucht werden).
    LG, Diana

    • Eva Dragosits

      Liebe Diana, du hast wohl auch eine Liste mit Rezepten, die du irgendwann mal machen solltest (so wie beim Rhabarberketchup) 🙂 ! Der passende Zeitpunkt für die Biskotten wird schon noch kommen 🙂 !
      Liebe Grüße und einen schönen Feiertag!

  3. Will dein tiramisu unbedingt mal ausprobieren! Wieviele eier nimmst du dazu? Finde die Angabe irgendwie nicht….oder brauche ich vielleicht doch eine brille??!!!

    • Eva Dragosits

      Nein, du brauchst keine Brille, aber ich scheinbar ein neues Hirn 🙂 ! Drei Eier sind es. Ich habe es im Rezept ergänzt. Vielen Dank für den Hinweis 🙂 !
      Liebe Grüße, Eva (scheinbar zunehmend zerstreut…)

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