Chocolate Cheesecake

Chocolate Cheesecake

Wenn das Wetter nicht dafür sorgen will, dass der Körper ausreichend Serotonin produziert, dann muss man mit Schokolade nachhelfen. Dieser Chocolate Cheesecake wird euch auf der Stelle ein kleines bisschen glücklicher und fröhlicher machten – der ist Glück pur, richtiges Seelenfutter für trübe Tage!

Mein erster Versuch mit einem Schokolade Cheesecake ging eher daneben. Im Backbuch sah er toll aus, aber geschmacklich war er nicht unbedingt ein Hit. Sagen wir mal so, er schmeckte gut, aber nicht so gut, dass man unbedingt ein zweites Stück davon haben wollte. Das Frischkäse-Schokolade-Verhältnis war nicht ausgewogen, der Geschmack eher säuerlich.

Chocolate Cheesecake

Nun ist es mir kürzlich trotz bester Vorsätze schon wieder passiert, dass ich mir ein neues Backbuch gekauft habe, und zwar I love Cheesecake* (Werbung) von Christin Geweke. Ausschlaggebend für den Kauf war ein Bild von einem Chocolate Cheesecake, der so hinreißend aussah, dass ich am liebsten sofort hineinbeißen wollte. Die anderen Rezepte darin sehen auch mehr als ansprechend aus, also wanderte das Buch „ausnahmsweise“ in meinen Einkaufskorb.

Als nun letzte Woche der Wetterbericht schlechtes Wetter vorhersagte, habe ich mich tatsächlich darüber gefreut. Eigentlich hatte ich den Chocolate Cheesecake für den Herbst geplant, aber wenn es jetzt schon trüb und kühl ist, ist so ein üppiger Cheesecake mit viel Schokolade doch perfekt, oder?

Chocolate Cheesecake

An diesem gar nicht sommerlichen Wochenende gab es bei uns also Chocolate Cheesecake. Zu meiner großen Freude schmeckt er genau so, wie das Bild aussah – einfach nur köstlich. Der knusprige Keksboden ist von einer dünnen Schicht Schokolade bedeckt und bleibt daher schön knusprig. Obendrauf die Füllung – die ist das Beste am Chocolate Cheesecake. Samtig, cremig, köstlich schokoladig – die Creme schmilzt im Mund, die ist wirklich ein Gedicht! Da will man nur mehr, mehr, mehr!

Chocolate Cheesecake

Die karamellisierten Haselnüsse und die Schokotupfen obendrauf sind übrigens nicht Teil des Original-Rezepts. Dort wird der fertige Cheesecake nur mit Kakaopulver bestäubt und mit Schoko-Nibs bestreut. Das reicht vollkommen und sieht richtig hübsch aus. Ich wollte aber mehr, wollte eine eindrucksvollere Dekoration. Und da schon Haselnüsse im Boden sind, habe ich noch ein paar obendrauf gesetzt.

Chocolate Cheesecake

Der Geschmack und die Konsistenz dieses Cheesecakes erinnerten mich an die Cheesecakes der Cheesecake Factory in den USA. Die fand ich bisher unerreicht. Ich habe schon viele Rezepte probiert, aber noch nie eines gefunden, das an deren Cheesecakes herankommt. Dieser Chocolate Cheesecake hier aber, der ist wirklich sehr sehr nahe dran!

Chocolate Cheesecake

Der Cheesecake ist dabei gar nicht schwer zu machen. Die Herstellung der Füllung ist ein bisschen komplexer als bei „normalen“ Cheesecakes, aber wirklich nicht schwierig. Wenn ihr euch an das Rezept haltet, müsste das funktionieren.

Chocolate Cheesecake

Bei Boden musste ich statt der Butterkekse auf Biskotten / Löffelbiskuits zurückgreifen. Butterkekse vertrage ich nicht und die laktosefreien Haferflockenkekse, die ich normalerweise für Keksböden verwende, hatten wir nicht daheim.

Chocolate Cheesecake

Ein bisschen aufwendig ist das Rösten der Haselnüsse für Boden und Dekoration, aber wenn ihr wollt, könnt ihr es euch hier einfacher machen: Für den Boden verwendet ihr einfach geröstete, geriebene Haselnüsse aus der Packung und spart euch so einen Arbeitsschritt.

Chocolate Cheesecake

Die Deko-Haselnüsse und die Schokotupfen obendrauf könnt ihr überhaupt weglassen. Bestäubt einfach wie im Original den fertigen, gekühlten Cheesecake mit Kakaopulver und/oder streut Schokostreusel darüber!

Chocolate Cheesecake

  • Portionen: 1 Springform mit 20 cm Durchmesser
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Zutaten
Boden
60 g Butterkekse (ich: Biskotten / Löffelbiskuits)
40 g ganze Haselnüsse
35 g Butter (laktosefrei, wenn du sehr empfindlich bist)
1 TL Kakao
45 g dunkle Schokolade, laktosefrei

Füllung
200 ml Schlagrahm, laktosefrei
1 ½ EL Kakaopulver
1 Prise Salz
230 g dunkle Schokolade, laktosefrei
20 ml frischer Espresso
440 g Frischkäse, laktosefrei
100 g brauner Zucker
2 Eier

Dekoration (optional)
50 g Zucker
10 g Butter, (laktosefrei, wenn du sehr empfindlich bist)
40 g Haselnüsse
30 g dunkle Schokolade, laktosefrei

Zubereitung
1. Backrohr auf 190° C Ober-/Unterhitze vorheizen. Boden und Rand einer Springform mit 20 cm Durchmesser gut fetten.
2. Die Haselnüsse für den Boden und gegebenenfalls für die Dekoration in eine beschichtete Pfanne geben und bei mittlerer Hitze rösten, bis die Schalen abspringen. Die Nüsse dürfen nicht zu dunkel werden, sonst schmecken sie verbrannt. Die gerösteten Nüsse auf ein Geschirrtuch geben, das Tuch über den Nüssen zusammenschlagen und die Nüsse kräftig gegeneinander reiben, um so viel Schale wie möglich zu entfernen. Abkühlen lassen. Die Nüsse für den Boden (40 g) im Mixer fein mahlen.
3. Die Kekse in einen Plastikbeutel geben und mit dem Nudelholz kräftig zu feinen Bröseln zerstoßen. Die Butter zerlassen, die Keksbrösel und die gemahlenen Haselnüsse unterrühren. Den Kakao zugeben und einarbeiten. Die Masse gleichmäßig in der Springform verteilen, ins Backrohr geben und 8 Minuten backen. Währenddessen die Schokolade für den Boden grob hacken. Den Boden aus dem Backrohr nehmen und sofort die gehackte Schokolade auf dem heißen Boden verteilen. Einige Sekunden warten, dann die geschmolzene Schokolade mit einem Löffelrücken gleichmäßig auf dem gesamten Boden verteilen. Den Boden etwas abkühlen lassen.
4. Die Springform dicht mit Alufolie umhüllen, sodass beim nächsten Backvorgang kein Wasser eindringen kann. Backrohr auf 180° C zurückschalten.
5. Für die Füllung 100 ml Schlagrahm, Kakao und Salz in einem kleinen Topf verrühren und aufkochen. Vom Herd nehmen. Die Schokolade in kleine Stücke brechen und nach und nach in der heißen Schlagrahm-Mischung schmelzen, dabei immer wieder umrühren. Zuletzt den restlichen Schlagrahm und den Espresso zugeben und untermischen.
6. Frischkäse, Zucker und Eier in einer Schüssel mit dem Schneebesen glatt rühren. Die Schokolademischung nach und nach zugießen und unterrühren. Nicht zu fest schlagen, die Mischung soll nicht luftig werden. Die Masse auf den Boden gießen.
7. Die Springform in ein tiefes Backblech stellen und auf der zweiten Schiene von unten in das Backrohr geben. Heißes Wasser etwa 2 cm hoch in das Backblech gießen. Den Cheesecake 50-60 Minuten backen. Er darf in der Mitte noch wabblig sein. Das Backrohr ausschalten, die Tür leicht öffnen und den Cheesecake eine Stunde im Backrohr abkühlen lassen. Anschließend aus dem Backrohr nehmen und komplett auskühlen lassen. Mit einem Teller oder mit Frischhaltefolie abdecken und mindestens 4 Stunden, besser über Nacht im Kühlschrank kühlen.

Haselnuss-Dekoration, am nächsten Tag (optional)
1. Ein Backblech mit Butter einfetten.
2. Den Zucker in einem breiten Topf zu goldgelbem Karamell schmelzen. Die Butter einrühren. Die gerösteten, geschälten Haselnüsse dazugeben und unterrühren, bis jede Nuss von Karamell umhüllt ist. Die Nüsse auf das gefettete Backblech gießen und sofort mit zwei nassen Löffeln voneinander trennen. Die Nüsse sollten nach Möglichkeit einzeln auf dem Blech liegen. Komplett bkühlen lassen.
3. Die Schokolade in kleine Stücke brechen und auf dem Herd bei niedriger Hitze schmelzen. Cheesecake aus dem Kühlschrank nehmen und mit einem Löffel kleine Tropfen in beliebigen Mustern auf den Cheesecake setzen. Auf jeden Tropfen eine karamellisierte Haselnuss setzen. Mit Staubzucker bestäuben.

Alternativ: Blitz-Dekoration
Den fertigen Chocolate Cheesecake mit Kakaopulver bestäuben, mit Schokostreuseln oder Schokosplittern bestreuen.

Chocolate Cheesecake

Eins noch: Kann mir bitte irgend jemand erklären, warum das letzte Kuchenstück bei uns diese Form hat?!? Passiert immer wieder. Mysteriös.

Chocolate Cheesecake

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No Comments

  1. Ich geb dir auf der Stelle ein Stück ab, wenn ich dafür ein Stück von deinem Tiramisu-Cheesecake bekomme 🙂 ! Der ist schon lange auf meiner Nachbackliste!
    Liebste Grüße, Eva

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  4. Hallo, ich habe gerade dieses Rezept gefunden und muss sagen, hört sich super an. Meine Große ist Lactoseintolerant, deshalb kann ich sagen. Normale Butter hat genausoviel Lactose, wie die als lacosefrei verkaufte (<1 g/100g). Und ich benutze immer Blockschokolade für ihr Kuchen.

    • Hallo Katja,
      ich verwende ebenfalls normale Butter, aus genau dem Grund den du nennst. Blockschokolade ohne Laktose habe ich allerdings noch nicht entdeckt. Muss ich mir mal anschauen, danke für den Tipp!
      Liebe Grüße!

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