Brownie-Tonka-Zitrusdessert

Brownie-Tonka-Zitrus-Dessert

Dieses Calendar of Ingredients-Blogevent ist ganz schön fies. Da hat man unzählige Rezepte in Backbüchern markiert, hat eine lange Nachback-Liste, die man abarbeiten möchte – und dann wird man durch dieses Blogevent mehr oder weniger dazu gezwungen, von den Plänen abzuweichen und sich etwas Neues auszudenken. Deshalb gibt es heute ein ganz ungeplantes Brownie-Tonka-Zitrus-Dessert.

Brownie-Tonka-Zitrus-Dessert

Ich hatte ja gehofft, dass Calendar of Ingredients für den März die eine oder andere Zutat vorgeben würde, die sich mit meinen eigenen Backvorhaben decken würde, aber nichts da. Die Gastgeberin für den März ist Nadine von Sweet Pie, und die Zutaten für diesen Monat sind Schokolade, Avocado und Zitrone. Mit Schokolade  backe ich zwar ständig dabei, aber von diesen drei Zutaten nur Schokolade zu verwenden käme mir irgendwie geschwindelt vor. Das wäre zu einfach.

Brownie-Tonka-Zitrus-Dessert

Also überlegte ich, was ich mit den genannten drei Zutaten backen könnte. Ich muss zugeben, die Avocado machte mich etwas ratlos. Ich habe zwar schon öfter von Kuchen, Torten und Schokomousse mit Avocado gelesen, mich aber noch nie drüber gewagt.

Zum Glück fiel mir ein Rezept für Schokobrownies mit Avocado ein, das ich vor langer Zeit bei Judith von Schokohimmel entdeckt habe. Damit war die Inspiration da: Im Glas gebackene Brownies mit Avocado sollten es werden, mit einem Topping aus meiner Lieblingsfrischkäse-Creme und einer frischen Zitrus-Marmelade.

Brownie-Tonka-Zitrus-Dessert

Dann schenkte mir noch unerwartet der Bäcker meines Vertrauens eine Tonka-Bohne. Die würde in das Frischkäse-Topping wandern. Ich dachte, das wäre eine gute Verbindung zwischen dem Schoko-Geschmack und dem säuerlichen Topping.

Brownie-Tonka-Zitrus-Dessert

Dann machte ich mich ans Werk – und muss nun zugeben, dass Calendar of Ingredients doch nicht so fies ist, sondern sehr bereichernd. Es hat mir nämlich ein wirklich himmlisches Dessert beschert! So etwas kann also dabei herauskommen, wenn man von seinen Plänen abweicht und sich auf neue Wege begibt!

Brownie-Tonka-Zitrus-Dessert

Ich versuche, euch das Brownie-Tonka-Zitrus-Dessert zu beschreiben: Der saftige Schokoteig harmoniert ganz toll mit der aromatischen Tonka-Frischkäse-Creme, die fruchtig-säuerliche Zitrusmarmelade ist ein grandioser Kontrast zu der Süße der Creme und der Schokolade. Alles in allem einfach göttlich!

Brownie-Tonka-Zitrus-Dessert

Meine Skepsis der Avocado im Teig gegenüber hat sich allerdings nicht ganz gelegt. In den Brownies schmeckt man die Avocado tatsächlich nicht heraus. Mir kam aber vor, dass der Teig durch die Avocado nicht so locker wird wie ein „normaler“ Brownie-Teig, aber ich kann mich täuschen. Vom Geschmack her ist der sehr gut; meinen Lieblings-Brownie-Tag kann er allerdings nicht übertreffen. Falls ich wieder einen Brownie-Teig für Cupcakes oder ähnliches benötige, werde ich daher bei diesem Lieblings-Brownie-Teig bleiben!

Brownie-Tonka-Zitrus-Dessert

  • Portionen: 6 Gläser zu 280 ml
  • Drucken

Zutaten

Brownies
115 g plus 60 g dunkle Schokolade, laktosefrei
1 reife Avocado
110 g Zucker
1 Ei
1 EL Vanillezucker
15 g Kakao
45 g Mehl
½ TL Backpulver
1 Prise Salz
1 ½ EL Öl (z.B. Sonnenblume, Maiskeim, Raps)

Frischkäse-Creme
200 g Frischkäse, laktosefrei
200 ml Schlagrahm, laktosefrei
60 g Staubzucker, gesiebt
1 Tonkabohne, fein gerieben (Alternative: 1 Esslöffel Vanillezucker)

Zitrus-Topping
2-3 Orangen oder Blutorangen
1 Zitrone
200 g Gelierzucker 1:1

Zubereitung
1. Das Backrohr vorheizen auf 180° C Ober-/Unterhitze. 6 ofenfeste Gläser mit ca. 280 ml Fassungsvermögen mit zerlassener Butter auspinseln.
2. Die 115 g Schokolade in einem kleinen Topf bei niedriger Hitze schmelzen und vom Herd nehmen. Die 60 g Schokolade grob hacken.
3. Die Avocado in einen schmalen Rührbecher geben und mit dem Stabmixer gründlich pürieren. In eine Rührschüssel geben. Ei, Zucker und Vanillezucker mit dem Schneebesen gut unterrühren.
4. Mehl, Backpulver, Kakaopulver und Salz in einer kleinen Schüssel vermischen und unter die Avocado-Zucker-Mischung rühren. Nur so lange rühren, bis sich alles gerade verbindet. Das Öl zugeben, zuletzt die gehackte Schokolade untermischen.
5. Den Teig gleichmäßig auf die sechs Gläser verteilen und glatt streichen. Im Backrohr 30-35 Minuten backen, je nachdem, wie feucht ihr den Teig wollt. Ich wollte den Teig eher durchgebacken und ließ die Gläser 35 Minuten im Backrohr. Die Gläser aus dem Backrohr nehmen und abkühlen lassen.
6. Für die Frischkäse-Creme den Schlagrahm in einer Rührschüssel steif schlagen. In einer zweiten Schüssel Frischkäse, Staubzucker und geriebene Tonkabohne mit dem Handmixer gut verrühren. Den geschlagenen Schlagrahm dazugeben und mit dem Schneebesen auf niedriger Stufe weiterrühren, bis sich alles gut verbunden hat. Die Creme soll glatt sein. Falls das Topping zu flüssig ist, ein Zeit lang in den Kühlschrank stellen.
7. Für das Zitrustopping die Orangen mit einem scharfen Messer schälen, sodass ihr die weiße Haut komplett entfernt. Die Filets herausschneiden und in einen kleinen Topf geben; so viel Saft wie möglich aus der filetierten Orange auffangen und dazu geben. Ihr solltet etwa 170 g Orangenfilets und Saft erhalten.
8. Die Zitrone auspressen. 30 ml Saft zu den Orangenfilets geben. Den Gelierzucker dazu geben und alles vermischen. 4 Minuten lang kochen lassen. Den Topf vom Herd nehmen und abkühlen lassen.
9. Für die Fertigstellung die Frischkäse-Creme gleichmäßig auf die Gläser verteilen, dann mit einem Löffel das abgekühlte Zitrustopping darüber geben.

Brownie-Tonka-Zitrus-Dessert

Lasst es euch schmecken!

23 Comments

  1. Liebe Eva,
    das Dessert schaut sehr lecker aus und klingt gut. 🙂 Eine schöne Idee, danke, dass du wieder mit dabei bist. 🙂

    Liebe Grüße
    Nadine

    • Ich bin sehr gerne bei eurem Event dabei, weil es mich wirklich herausfordert und zum Kreativ-sein zwingt 🙂 !
      Ich bin schon sehr gespannt, wie es bei deinem Kein-Zucker-Projekt weitergeht. Ich habe selber mal monatelang auf Zucker verzichtet, und obwohl es mir dabei gut ging, bin aber froh, dass diese Zeit vorbei ist!
      Liebe Grüße und ein schönes Wochenende! Eva

      • Ich bin selbst auch schon sehr gespannt. 😀 Das schöne ist ja irgendwie, dass man nie wissen kann wie genau es weiter geht. Ich hoffe dennoch sehr, dass ich es zur Gewohnheit machen kann. 🙂

        Ich freue mich schon sehr auf deine Beiträge in den nächsten Monaten. 🙂
        Dir auch ein schönes Wochenende.

        • Ja, man entwickelt sich immer weiter, das ist ja das Spannende!
          Schön, dass ich durch Calendar of Ingredients deinen Blog entdeckt habe! Ich bin auch schon sehr neugierig auf deine nächsten Beiträge (und muss noch unbedingt in deinen bisherigen Beiträgen stöbern)!
          Liebe Grüße!

  2. oh wie fein das ausschaut! Mir geht es übrigens genauso, man hat einen Plan und dann kommt der Calendar of Ingredients dazwischen. Auf der anderen Seite finde ich es ganz toll, wie er einen zum Experimentieren anregt und wie bei jedem völlig unterschiedliche Rezepte herauskommen. Herzliche Grüße, Vimala von http://allesvonherzen.net

    • Schön zu wissen, dass es nicht nur mir so geht mit dem Calendar of Ingredients 😉 ! Du hast Recht, es ist wirklich spannend, wie unterschiedlich die Rezepte sind, die aus den vorgegebenen Zutaten entstehen. Ich bin da wirklich gerne dabei, das ist eine Herausforderung!
      Liebe Grüße!

  3. Liebste Eva,

    wie schön, dass du auch diesmal wieder dabei bist … auch wenn wir dich ein bisschen von deiner Nachbackliste abhalten,hihi! Aber wie ich sehe, hat es nur Vorteile gehabt. Dieses Dessert klingt wirklich lecker!
    Hab noch ein schönes Wochenende!
    Liebe Grüße
    Maren

    • Ach, die Nachbackliste läuft mir nicht davon! Das darf man nicht so eng sehen 🙂 ! Wie du sagst bringt euer Event wirklich nur Vorteile – Experimentieren macht Spaß, vor allem wenn so leckere Sachen dabei rauskommen!
      Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!
      Eva

  4. Liebste Eva,

    wie schön, dass du auch diesmal wieder dabei bist … auch wenn wir dich ein bisschen von deiner Nachbackliste abhalten,hihi! Aber wie ich sehe, hat es nur Vorteile gehabt. Dieses Dessert klingt wirklich lecker!
    Hab noch ein schönes Wochenende!
    Liebe Grüße
    Maren

  5. Liebste Eva,

    wie schön, dass du auch diesmal wieder dabei bist … auch wenn wir dich ein bisschen von deiner Nachbackliste abhalten,hihi! Aber wie ich sehe, hat es nur Vorteile gehabt. Dieses Dessert klingt wirklich lecker!
    Hab noch ein schönes Wochenende!
    Liebe Grüße
    Maren

  6. Liebste Eva,

    wie schön, dass du auch diesmal wieder dabei bist … auch wenn wir dich ein bisschen von deiner Nachbackliste abhalten,hihi! Aber wie ich sehe, hat es nur Vorteile gehabt. Dieses Dessert klingt wirklich lecker!
    Hab noch ein schönes Wochenende!
    Liebe Grüße
    Maren

  7. Liebste Eva,

    wie schön, dass du auch diesmal wieder dabei bist … auch wenn wir dich ein bisschen von deiner Nachbackliste abhalten,hihi! Aber wie ich sehe, hat es nur Vorteile gehabt. Dieses Dessert klingt wirklich lecker!
    Hab noch ein schönes Wochenende!
    Liebe Grüße
    Maren

  8. Liebste Eva,

    wie schön, dass du auch diesmal wieder dabei bist … auch wenn wir dich ein bisschen von deiner Nachbackliste abhalten,hihi! Aber wie ich sehe, hat es nur Vorteile gehabt. Dieses Dessert klingt wirklich lecker!
    Hab noch ein schönes Wochenende!
    Liebe Grüße
    Maren

  9. Liebe Eva, das Rezept hört sich toll an. Ich finde die Aktion gerade so toll, weil man sich an Neues heranwagt. Ich hätte auch nicht gedacht, dass sich die Avocado so gut mit der Schokolade verträgt. Ich habe auch noch eine Tonkabohne zu Hause rumliegen, habe mich aber noch nicht getraut, sie zu benutzten 🙂
    Schönes Rezept, das auf jedenfall mal auf meine Pinterestliste kommt.

    Liebe Grüße,
    Juli die Erdbeerqueen

  10. Liebe Eva,
    Hat man denn die Tonkabohne richtig geschmeckt?
    Ich hatte bei geriebener Tonka bisher die Erfahrung, dass man sie nicht wirklich schmeckt und koche sie deswegen jetzt immer mit der Sahne oder Milch auf.
    Aber reiben wäre ja viel einfacher 😉
    Liebe Grüße Julia

    • Liebe Julia,
      vielleicht macht die Qualität der Tonkabohne den Unterschied? Ich beziehe meine Tonkabohnen vom Bäcker meines Vertrauens in richtig guter Qualität. Ich habe sie noch nie mitgekocht, sondern immer nur gerieben, und bin jedes Mal sehr zufrieden mit dem Ergebnis.
      In diesem Dessert hat man die geriebene Tonkabohne jedenfalls ganz deutlich geschmeckt – kein Aufkochen nötig 🙂 !
      Liebe Grüße
      Eva

      • Liebe Eva,
        Ich habe meine Tonkabohnen aus der Apotheke, für den Preis müssten sie eigentlich gut sein 😉
        Aber ich habe gerade gesehen, dass du eine ganze Tonkabohne reibst – so viel habe ich nie verwendet, aus Vorsicht wegen dem Inhaltsstoff Cumarin, das bei übermäßiger Verwendung die Niere schädigt und auch unter Verdacht steht, krebserregend zu sein. Ich habe gelesen, dass die empfohlene Menge 1/4 Tonkabohne pro Kilo Mehl ist und habe deshalb immer sehr wenig genommen 😉
        Wahrscheinlich ist es übervorsichtig, aber ja – mit Aufkochen funktioniert es ja auch 😉
        Liebe Grüße Julia

        • Ich weiß, ich war mutig! Wir haben es aber alle ohne gesundheitliche Probleme überlebt 😉 !
          Ich habe gelesen, dass ein Liter Produkt \”nur mit wenigen Bohnen\” gewürzt wird. Daher denke ich, dass sich eine Tonkabohne auf gut 400 g Creme gut ausgehen müsste!

  11. Pingback: Frischkäse-Topping | ichmussbacken

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*