Karamell-Schokolade-Cheesecake mit Nüssen

Schokolade, Karamell, Nüsse. In einem Cheesecake. Klingt gut, oder? Und schmeckt fantastisch.

Der Beweis: Mein Mann durfte den halben Karamell-Schokolade-Cheesecake mit Nüssen in seiner Firma verteilen. Anscheinend kam es fast zu einer Prügelei, und einige Mitarbeiter sind schwer verstimmt, weil sie leer ausgingen. Oje. Ich werde ihnen demnächst ein vollständiges Exemplar zukommen lassen.

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Das Rezept für diesen Karamell-Schokolade-Cheesecake mit Nüssen aus „Süße Sünden“ von Tarek Malouf und der hummingbird bakery habe ich lange mit Bedauern und traurigem Seufzer überblättert. Im Original wird der Cheesecake mit Dulce de Leche zubereitet, mit „Karamellkonfitüre“. Die enthält leider jede Menge Laktose, sodass ich einen großen Bogen darum machen muss.

Vor einigen Monaten habe ich endlich ein Rezept für selbstgemachtes Karamell entdeckt, das von der Konsistenz her der Dulce de Leche ähnlich ist. Es  wird gerade fest genug um streichfähig zu bleiben und nicht zu rinnen. Das Karamell-Rezept habe ich von Linda Lomelinos Blog Call me Cupcake. Sie verwendet es für ihren Chocolate Caramel Cheesecake. Das Karamell lässt sich laktosefrei zubereiten und schmeckt himmlisch. Ich habe es vor einigen Monaten für die Sachertorte im Glas verwendet und war restlos begeistert.

Karamell SChoko Käsekuchen 2

Laktosefreie Kekse für einen Keksboden habe ich mittlerweile auch entdeckt, nämlich die von Wasa Cereal Biscuits. Dem laktosefreien Karamell-Schokolade-Cheesecake mit Nüssen stand nichts mehr im Weg!

Die Zubereitung des Cheesecakes ist relativ einfach. Am meisten Aufwand macht eigentlich die Zubereitung des Karamells. Um ein Kristallisieren des Zuckers zu vermeiden, soll man den Zucker ohne zu rühren schmelzen. Das klappt bei mir nie – wenn ich warte, bis der gesamte Zucker geschmolzen ist, ist er an den Rändern schon verbrannt. Daher lasse ich den Großteil des Zuckers schmelzen und rühre dann mit einem Kochlöffel vorsichtig um, bis sich der gesamte Zucker aufgelöst hat und gold- bis mittelbraun ist. Das klappt gut.

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Manchmal entstehen dabei kleine Zuckerklümpchen, aber die lösen sich normalerweise wieder auf. Wenn nicht, streiche ich das Karamell durch ein Sieb und entferne so die Klümpchen. Ganz wichtig ist, dass das Karamell nicht zu dunkel wird. Dann ist es nämlich verbrannt und schmeckt bitter.

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Direkt nach der Zubereitung ist das Karamell relativ flüssig, und vor allem heiß! Ihr müsst darauf achten, dass ihr es gut abkühlen lässt, bevor ihr es in die Frischkäsefüllung rührt. Nehmt einfach die 50 g für die Füllung ab und gebt sie in eine kleine Schüssel, dann geht das schneller. Ihr könnt das Abkühlen noch mehr beschleunigen, wenn ihr die Schüssel in ein kaltes Wasserbad stellt.

Das restliche Karamell gebt ihr in den Kühlschrank, damit es am nächsten Tag die richtige Konsistenz hat.

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Diejenigen, die keine Laktoseintoleranz haben, können es sich einfacher machen und das selbstgemachte Karamell durch gekaufte Dulce de Leche ersetzen. Das schmeckt sicher auch gut, aber ich tippe mal, dass das selbstgemachte Karamell vom Geschmack her noch besser ist. Es ist einfach wunderbar cremig und schmilzt so richtig im Mund.

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Die größte Herausforderung bei der Herstellung des Cheesecakes bestand für mich darin, dass er in einem Wasserbad gebacken wird. Das Wasserbad soll verhindern, dass die Oberfläche reißt – und verlangt nach einer absolut wasserdichten Backfrom. Da ich Springform mit 20 cm Durchmesser habe, stellte ich einen runden Backrahmen ohne Boden auf diese Grüße ein. Den Backrahmen stellte ich auf ein großes Stück extradicke und besonders reißfeste Alufolie, die ich an den Seiten hochschlug und festdrückte. Hier solltet ihr wirklich auf Nummer sicher gehen und großzügig mit der Alufolie sein! Ich habe schon einige mit Wasser durchtränkte Cheesecakes produziert. Nicht zu empfehlen.

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Der Karamell-Schokolade-Cheesecake mit Nüssen gelingt sicher auch in einer größeren Form, aber dann ist das Verhältnis Keksboden-Karamellschicht-Schokoladeschicht-Karamellbelag nicht so ausgewogen wie bei der kleinen  Variante. Der Cheesecake müsste dann auch früher aus dem Backrohr genommen werden, da die Füllung niedriger wäre und früher stocken würde.

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Der Cheesecake lässt sich super vorbereiten: Das Karamell, die gerösteten Nüsse und den Cheesecake selbst bereitet ihr am Vortag zu. Am nächsten Tag müsst ihr nur mehr den Cheesecake aus der Form nehmen, das Karamell darauf verstreichen, und die Nüsse darüber streuen. Fertig!

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Der Karamell-Schokolade-Cheesecake mit Nüssen war für mich nach einer großen Zahl eher leichter Sommerrezepte der erste „deftige“ Kuchen mit Schokolade, Karamell, und Kalorien. So richtig passend für Herbsttage, an denen man sich einen Vorrat an Winterspeck anfuttern möchte. Deshalb mache ich mit diesem Cheesecake mit beim Blog-Event Colorful Autumn von cupcakewerk.

Karamell-Schokolade-Cheesecake mit Nüssen

  • Portionen: 1 Springform mit 20 cm Durchmesser
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Zutaten Karamell

200 ml feiner Zucker
250 ml Schlagrahm, laktosefrei
30 g weiche Butter

Zubereitung Karamell
Den Zucker in einen großen Topf geben und bei mittlerer Hitze schmelzen lassen. Dabei nicht umrühren. Wenn der Zucker zu schmelzen beginnt und hellbraun bis mittelbraun wird, mit einem Kochlöffel vorsichtig umrühren, bis der gesamte Zucker geschmolzen ist und eine schöne mittelbraune Farbe hat. Vom Herd nehmen.
In einem kleinen Topf den Schlagrahm erhitzen. Währenddessen die weiche Butter in kleinen Stückchen zum geschmolzenen Zucker geben und gut unterrühren. Vorsicht, das spritzt – die Tröpfchen sind extrem heiß und geben üble Brandblasen!
Den Topf mit dem karamellisierten Zucker zurück auf den Herd stellen und nach und nach auf drei Mal den heißen Schlagrahm dazu geben. Gut unterrühren. Dabei spritzt und blubbert es heftig, passt auf, dass ihr euch nicht verbrennt!
Das Karamell etwa fünf Minuten köcheln lassen, dann vom Herd nehmen und auskühlen lassen. In ein Marmeladeglas füllen und im Kühlschrank aufbewahren. Oder gleich über Eis oder Schokoladekuchen kippen und genießen, oder löffeln. Da fällt euch sicher etwas ein!

Zutaten Cheesecake
Boden

220 g Haferkekse ohne Laktose (z.B. Wasa Cereal Biscuits)
100 g Butter, zerlassen

Cheesecake-Füllung
700 g Frischkäse, laktosefrei
100 g Zucker
3 Eier
50 Karamell
50 g dunkle Schokolade, laktosefrei (z.B. Lindt 70%)

Belag
4 EL Karamell
2 EL Pekannüsse oder Haselnüsse

Zubereitung Cheesecake
Die Springform oder den Backrahmen (20 cm Durchmesser) gut mit Alufolie umwickeln.
Die Butter in einem kleinen Topf bei niedriger Hitze schmelzen. Die Kekse in einen kleinen Plastiksack geben und mit dem Nudelholz bearbeiten, bis sie fein bröselig sind. Die Brösel zur zerlassenen Butter geben und gründlich damit vermischen. Die Mischung in die Springform bzw. den Backrahmen geben und gründlich fest drücken. Im Kühlschrank etwa 20-30 Minuten kühlen.
Während der Boden kühlt, das Backrohr auf 160° Ober-/Unterhitze vorheizen.
Die Schokolade klein hacken, in einen kleinen Topf geben und bei niedriger Hitze schmelzen. Vom Herd nehmen.
Frischkäse und Zucker mit der Küchenmaschine oder dem Handmixer glatt rühren. Nach und nach die Eier unterrühren, dabei jedes Ei gut einarbeiten.
Ein Drittel der Frischkäsecreme in eine kleine Schüssel geben. Die geschmolzene Schokolade unterrühren. Zwei Drittel der Frischkäsecreme mit der Küchenmaschine oder dem Handmixer mit dem Karamell verrühren.
Die Springform oder den Backrahmen aus dem Kühlschrank nehmen und auf ein tiefes Backblech setzen. Die Karamellcreme auf den Keksboden gießen und glatt streichen. Die Schokoladecreme vorsichtig darüber verteilen und glatt streichen. Das Blech mit Wasser füllen, so hoch es geht, ohne dass Wasser in die Form kommt – bei mir waren es etwa drei Zentimeter.
Im Backrohr auf der mittleren Schiene etwa 35 -45 Minuten backen. Die Oberfläche des Cheesecakes darf sich nur an den Rändern leicht verfärben, in der Mitte muss die Füllung noch wabbelig sein. Der Cheesecake darf nicht zu dunkel oder zu fest werden.
Den Cheesecake aus dem Backrohr und aus dem Wasserbad nehmen und abkühlen lassen. Mit Frischhaltefolie abdecken und über Nacht im Kühlschrank kühlen.
Am nächsten Tag den Cheesecake aus der Form nehmen. Pekannüsse oder Haselnüsse grob hacken und in einer beschichteten Pfanne leicht rösten, bis sie zu duften beginnen. Abkühlen lassen.
Das Karamell auf dem Cheesecake verstreichen und die gerösteten Nüsse dekorativ darauf verteilen. Und jetzt: Ahh und ohh und mmhhhh…

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Am besten esst ihr den Cheesecake noch am selben Tag. Wenn er länger steht, wird der Karamell-Belag flüssiger. Ich vermute, dass er Feuchtigkeit aus der Cheesecake-Füllung zieht. Schmecken tut´s immer noch, keine Sorge!

23 Comments

  1. Malu, das Zauberwort heißt \“warten\“ ;-)! Ich weiß eh, dass das bei Karamell mehr die Theorie ist als die Praxis. Vielleicht kippst du das nächste Mal zum Naschen das Karamell über Eiscreme, dann hast du doppelten Genuss und verbrennst dir nicht die Lippen?
    Dieses Karamell ist jedenfalls echt super. Ich kann´s nur empfehlen!
    Liebe Grüße
    Eva

  2. Liebe Eva,
    dein Kuchen sieht soooo Lecker aus…. und ich freue mich sehr das du damit bei meinem Event mitmachst!!
    Schau noch einmal bei mir vorbei!Ich habe die Teilnehmerbedingungen geändert 😉

    Liebe Grüße Steffi

  3. Der schaut ja extreeem lecker aus! Cheesecake und Karamell… mmmmmh <3 Liebe Grüße, Elli

  4. Liebe Eva,
    was für ein tolles Rezept!! WOW. Ich glaube ich muss auch mal selber Karamell machen. Sieht total appetitlich aus dein Cheesecake!
    Liebe Grüße,
    Joanna

    • LIebe Joanna,
      danke! Karamell selbst zu machen zahlt sich wirklich aus, und ist gar nicht so schwer. Du kriegst das sicher top hin mit all deiner Back-Erfahrung!
      Liebe Grüße
      Eva

  5. Hallo Eva
    Wow! Ich bin echt sprachlos! Der sieht unglaublich lecker aus. Käsekuchen und Karamell – gibt es etwas Besseres? Den werde ich auf jeden Fall bei der nächsten Gelegenheit nachbacken.
    Viele Grüße
    Jenny

    • Hallo Jenny,
      danke, der Käsekuchen freut sich über das Kompliment:-) . Diese Kombination ist tatsächlich extra lecker!
      Gibst du mir bitte Bescheid, falls du den Kuchen nachbäckst? Ich würde mich freuen zu hören, wie er gelungen ist!
      Liebe Grüße
      Eva

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