Himbeer-cheesecake im Glas

Himbeer-Cheesecake im Glas: Keks 2.0

Keks 2.0 ist meine private Keks-Challenge an mich selber. Entstanden ist diese Challenge aus der Situation heraus, dass es im Supermarkt kaum Süßes gibt, das ich mit Laktoseintoleranz und Fruktoseintoleranz problemlos essen kann. Das Problem ist dabei hauptsächlich die in fast allen Süßigkeiten enthaltene Laktose, weniger die Fruktose. Es gibt zwar ein paar wenige Sorten Kekse ohne Laktose, aber die habe ich mittlerweile so oft gegessen, dass ich sie kaum mehr sehen kann.

Himbeer Cheesecake im Glas

Wenn ich Süßes essen will, muss ich es also selbst herstellen. Alternativ kann ich natürlich „normale“ Produkte zusammen mit Laktase-Tabletten essen, aber das mache ich kaum. Irgendwie ist es mir das nur in Ausnahmen Wert (z.B. Eis!). Es geht mir einfach besser, wenn ich Laktose vermeide.

Himbeer-Cheesecake 1

Daher habe ich beschlossen, einige Süßigkeiten und Naschereien mit den laktosefreien Keksen und Fertigprodukten herzustellen, die ich bisher in den österreichischen Supermärkten in meiner Nähe entdeckt habe. Außerdem möchte ich ausprobieren, welche dieser Kekse sich für die Keksböden eignen, die ich immer wieder in Blogs und Backbüchern entdecke. Biskotten passen nämlich nicht immer, das habe ich schon herausgefunden.

Mein ursprünglicher Plan war eigentlich, jeden Tag eine neue Leckerei zu präsentieren. Ich habe auch schon fleißig geplant und vorproduziert, muss nun aber einsehen, dass ich das nicht hinbekommen werde. Dazu ist in meinem Leben einfach zu viel los, ein Post pro Tag ist nicht zu schaffen. Momentan geht sich oft nicht einmal ein Post pro Woche aus, trotz aller guten Vorsätze.

Himbeer-cheesecake 2

Also Planänderung: In den nächsten Tagen gibt es hier in kurzen Abständen Beiträge zu Keks 2.0, vielleicht täglich, vielleicht mit ein paar Tagen dazwischen, aber auf jeden Fall lecker und laktosefrei!

Den Anfang macht Kreation 1, der Himbeer-Cheesecake im Glas. Dafür habe ich Jamie Olivers´ Käsekuchen mit Himbeeren aus Jamies Kochschule: Jeder kann kochen* abgewandelt. Den habe ich schon oft gemacht, war aber nie hundertprozentig zufrieden damit. Der Keksboden krümelt und zerbröselt beim Anrichten, die Himbeersauce ist flüssig und rinnt vom Kuchen herab. Der Geschmack der cremig-fruchtigen Komposition ist aber sensationell.

Himbeer Cheesecake 4

Ich experimentiere deshalb schon lange an einer Version, die funktioniert. Hier ist sie nun, als Himbeer-Cheesecake im Glas nämlich. Im Glas ist der bröselige Boden kein Problem, da der Boden nirgendwohin bröseln kann, und die flüssige Himbeersauce rinnt höchst dekorativ nach unten und richtet keinen Schaden an.

Himbeer Cheesecake im Glas

Den Boden habe ich mit diesen Keksen hier zubereitet:

 WASA Kekse

Ich habe sie vor kurzem im Supermarkt entdeckt und war überglücklich darüber. Endlich, ein laktosefreier Haferflockenkeks für Keksböden! Die Kekse schmecken super, sowohl zwischendurch als in diversen Keksböden.

Himbeer Cheesecake im Glas

Himbeer-Cheesecake im Glas

  • Portionen: je nach Größe 8-12 Gläser
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Zutaten Boden
150 g  Butter
200 g laktosefreie Vollkornkekse aus dem Supermarkt, z.B. Wasa Cereal Biscuits
100 g feine Haferflocken

Zutaten Cheesecake-Creme
600 g Frischkäse, laktosefrei
150 g Zucker
1 EL Vanillezucker (kein Vanillin)
Saft und abgeriebene Schale von 1 unbehandelten Zitrone
300 g Schlagrahm (Sahne), laktosefrei

Zutaten Topping
ca. 300 g Himbeeren, gefroren oder frisch
Zucker nach Geschmack (etwa 3-5 EL)

Ca. 8-12 Gläser, je nach Größe (ich: 10 Gläser)

Zubereitung
Die Kekse in einen großen Tiefkühlsack geben und mit einem Nudelwalker zu feinen Bröseln zerklopfen. Die Butter in kleine Würfel schneiden.
Die Haferflocken in eine Pfanne geben und auf dem Herd bei niedriger Hitze ohne Fett rösten, bis sie Farbe annehmen und leicht zu duften beginnen. Die Haferflocken zur Seite schieben. Die Butterwürfel in die Pfanne geben und schmelzen, dabei ständig umrühren. Die Keksbrösel dazu geben und alles vermischen. Mit einem Kochlöffel vorsichtig rühren, bis sich die Masse verbindet. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

Für die Cheesecake-Füllung Frischkäse, Zucker, Vanillezucker, Zitronensaft und Zitronenschale in einer Rührschüssel mit dem Handmixer auf niedriger Stufe glatt rühren.
In einer anderen Schüssel die Sahne schlagen, bis sie weiche Spitzen bildet. Die geschlagene Sahne auf zwei Mal vorsichtig unter die Frischkäsemasse heben.

Für das Topping die Himbeeren und den Zucker in einen kleinen Topf geben und vermischen. Die Himbeeren dabei zerdrücken. Kurz aufkochen lassen und sofort vom Herd nehmen. Auskühlen lassen.

Fertigstellung
Die abgekühlten Keksmasse in zwei Hälften teilen. Mit einem Esslöffel die erste Hälfte auf die 10 Gläser verteilen und leicht festdrücken.
Die Cheesecake-Creme in zwei Hälften teilen. Die erste Hälfte auf die 10 Gläser verteilen, entweder mit einem Esslöffel oder mit einem Spritzbeutel. Ich habe einen Spritzbeutel verwendet. So lässt sich die Creme sauber in die Gläser füllen, ohne dass Creme-Reste den Rand verschmutzen.
Die Himbeermischung in zwei Hälften teilen. Die erste Hälfte mit einem Esslöffel auf der Käsekuchencreme verteilen.

Den Vorgang mit der zweiten Hälfte von Keksmasse, Cheesecake-Creme und Himbeeren wiederholen: Keksmasse (2 EL davon für die Dekoration zur Seite geben), Cheesecake-Creme, Himbeeren. Abschließend die Himbeeren mit den Keksmasse-Bröseln dekorieren.

Himbeer Cheesecake 4

Die Gläser schließen und im Kühlschrank aufbewahren. Der Himbeer-Cheesecake im Glas lässt sich hervorragend transportieren und zu Picknicks und Buffets mitbringen!

 

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No Comments

  1. Das sieht sehr lecker aus, liebe Eva! Ich liebe solche Desserts, da hätte ich jetzt auch gerne ein Gläschen 🙂
    Das mit den lactose- und fructosefreien Produkten kenne ich sehr gut. Bei meinem Mann ist vor ca. 3 Monaten eine Lactose- und Fructoseintoleranz festgestellt worden. Mann, war das eine Umstellung. Das fing ja schon beim Einkaufen ein. Bei jedem Produkt muss man sich die Zutatenliste genaustens durchlesen. Und dann stellt man fest, dass in soooo vielen Produkten Lactose und Fructose enthalten ist. Fürchterlich. Da hilft nur eins: alles selber machen.
    Liebe Grüße,
    Joanna

    • Liebe Joanna, mit der Zeit – und nach unzähligen gründlich durchgelesenen Zutatenlisten auf Produktrückseiten – wird es einfacher! Mir kommt es mittlerweile nicht mehr wie Verzicht vor, weil ich weiß, dass es mir \”ohne\” einfach besser geht. Wenn man erst mal den Dreh raus hat, ist auch laktosefreies und fruktosearmes Backen kein Problem. Vielleicht findet sich dein Mann ja hier das eine oder andere Dessert 😉 ! Liebe Grüße, Eva

      • Das hat er schon gefunden, liebe Eva. Er (und ich) finden es ganz toll, dass es solche Blogs wie deine gibt!
        Ich muss beim Backen jetzt immer halb Traubenzucker, halb Haushalzszucker nehmen. Mittlerweile klappt es ganz gut und man lernt immer dazu.
        Schönen Abend und liebe Grüße,
        Joanna

        • Mit Traubenzucker zu backen finde ich total schwer. Die Kuchen/Kekse verbrennen leicht, und der Geschmack ist auch nicht so meins. Halbe-halbe ist schon deutlich besser. Ich war sehr erleichtert, als mir ein Spezialist für Nahrungsmittelunverträglichkeiten den Haushaltszucker erlaubte mit der Erklärung, dass der aus Glukose und Fruktose besteht und der Glukose-Fruktose-Ausgleich damit funktioniert. Bei mir klappt das. das macht das Leben viel einfacher!

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  8. Die Glückliche 🙂 !
    Liebe Grüße! Eva

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