Schokolade-Tiramisu – Dessert mit Retro-Touch

In meiner Studentenzeit war Tiramisu das Highlight jeder Studentenparty. Damals gab es einige Speisen, ohne die lief gar nichts: Nudelsalat, griechischer Salat, Tzatziki, Spaghetti, und Tiramisu (und jede Menge billiger Rotwein).

Schokolade-Tiramisu

Seitdem ist es um Tiramisu ziemlich ruhig geworden. Zuerst war da die Angst vor
Salmonellen-Vergiftung durch die rohen Eier im Tiramisu, und dann kamen neue Trend-Desserts. Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, aber ich glaube, zunächst löste Schokolade-Mousse Tiramisu ab, dann kamen Becherkuchen und Kuchen mit viel Alkohol (mein Lieblingskuchen hieß „Rumbombe“). Viel später startete dann der Siegeszug von Muffins, Brownies, Cupcakes und Cake Pops.

Schokolade-Tiramisu

Kürzlich stieß ich in „Schnelle Küche mit Stil“ von Donna Hay auf Tiramisu-Varianten. Ich wurde ganz nostalgisch. Tiramisu ist nicht ausgestorben! Es wird sogar weiterentwickelt! Donna Hay kombiniert klassisches Tiramisu mit einer üppigen Schokoladesauce – wunderbar, ganz nach meinem Geschmack. Und dieses Rezept enthält kein rohes Ei. Besser geht´s nicht.

Ich habe das Rezept leicht abgeändert. Für die Tränke der Biskotten verwendete ich keinen Alkohol, sondern Kaffee und Milch; das mag ich persönlich lieber. Für alle die, die sich auf den Alkohol-Kick im Nachtisch freuen, gebe ich natürlich die Menge an Alkohol bei den Zutaten an!

Schokolade-Tiramisu

Das Schokolade-Tiramisu hält was es verspricht. Die Kombination aus dem starken Kaffee, der samtigen Schokoladecreme, der wenig gesüßten Creme und den durchgezogenen Biskotten schmeckt herrlich. Ich hätte die Biskotten allerdings ein kleines bisschen länger in der Kaffeemischung ziehen lassen sollen; ich finde Tiramisu besser, wenn die Biskotten gut durchtränkt sind. Beim nächsten Mal dann!

Das Schokolade-Tiramisu ist ideal für Buffets, bei denen viele Leute satt und glücklich werden sollen. Ich habe nicht gezählt, aber die Menge ergibt geschätzt etwa 15-20 Portionen.

Schokolade-Tiramisu

Schokolade-Tiramisu

  • Portionen: 1 große Auflaufform
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Zutaten
450 ml Sahne/Schlagrahm, laktosefrei
500 g Mascarpone, laktosefrei
1 EL Zucker
¼ l Milch, laktosefrei (für Alkohol-Liebhaber: ¼ l Kaffeelikör)
½ l starker Kaffee oder Espresso
So viele laktosefreie Biskotten, dass sie für zwei Schichten in der Auflaufform reichen (Anmerkung: Die Biskotten in der rosaroten Packung sind nicht laktosefrei. Laktosefreie Biskotten gibt es z.B. von Forno Bonomi bei Billa.)
Kakaopulver zum Bestäuben

Für die Schokoladesauce
330 g hochwertige Zartbitterschokolade, laktosefrei (Lindt 70%; Mercie 72%)
250 ml Sahne/Schlagrahm, laktosefrei

Zubereitung
Für die Schokoladesauce die Schokolade klein hacken. Zusammen mit dem Schlagrahm in einen mittelgroßen Topf geben und bei niedriger Hitze schmelzen lassen. Gut verrühren. Vom Herd nehmen und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.

Für das Tiramisu den Mascarpone und den Zucker mit der Küchenmaschine auf niedriger Stufe verrühren. Der laktosefreie Mascarpone, den ich verwendete, war sehr fest. Durch das Verrühren wird er weicher.

Den Schlagrahm steif schlagen und unter die Mascarpone-Creme heben.

Milch (bzw. Kaffeelikör) und Kaffee in einer Schüssel vermengen.

Die Biskotten von beiden Seiten in die Kaffeemischung tauchen. Wenn ihr die Biskotten gut durchgezogen wollt, taucht ihr sie etwas länger hinein; wenn ihr das Tiramisu nicht ganz so durchtränkt wollt, taucht ihr sie nur kurz hinein.

Die Biskotten nebeneinander in eine Auflaufform von ca. 22 x 35 cm legen. Die Hälfte der Schokoladesauce darüber träufeln, dann die Hälfte der Mascarpone-Creme darüber streichen.

Die zweite Schicht Biskotten in die Kaffeemischung tauchen und auf der Mascarpone-Schicht verteilen. Die restliche Schokoladesauce über die Biskotten gießen, dann die restliche Mascarpone-Creme darüber verstreichen. Mit Kakaopulver bestreuen und das Schokolade-Tiramisu im Kühlschrank mindestens eine Stunde durchziehen lassen; besser über Nacht.

Schoko Tiramisu 5


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