Knusperle

Oreo Kugeln und “Knusperle”

Den Dezember habe ich mir anders vorgestellt. Ein leicht verletztes Kind, eine schlimm kranke Katze, ein kleiner Autounfall, ein paar andere „Kleinigkeiten“, und seit letzter Woche ein massiver Infekt haben meine Pläne ordentlich durcheinander gebracht. Ich bin bei all der Hektik daher nicht so viel zum Kekse backen gekommen, wie ich es vorgehabt hatte. Ein bisschen was ging sich trotzdem aus – meine Lieblingskekse nämlich: Rosenherzen,  Wachauer Krapferl (mit Schoko-Mürbteig und Vanille-Buttercreme, meine allerliebsten Lieblingskekse!), Ischler Taler und Kokosecken. Ebenso auf dem Backprogramm standen diese Oreo Kugeln und Knusperle!

Oreo Kugeln

Das Rezept für die Oreo Kugeln habe ich letzte Woche unter schaufenster.diepresse.com gefunden. Es klang so verlockend, dass ich es unbedingt ausprobieren musste. Oreo Cookies gehören zu den wenigen Keksen, die laktosefrei sind, und ich bin daher immer neugierig und experimentierbereit, wenn ich ein Rezept damit entdecke. In Kombination mit Frischkäse schmecken sie hervorragend, und dann noch mit knackiger Schokoladeglasur überzogen – das musste einfach schmecken, dachte ich. Tut es auch!

Oreo Kugeln

Im Original-Rezept sind die Kugeln mit weißer Kuvertüre überzogen und mit dunklen Kuvertüre-Fäden und weihnachtlicher rot-grüner Zucker-Dekoration verziert. Das sah sehr hübsch aus!

Oreo Kugeln

Weiße Kuvertüre geht bei Laktoseintoleranz leider nicht, also habe ich die Kugeln mit dunkler Schokolade überzogen. Bunte Zucker-Dekoration hatte ich keine daheim, daher nahm ich Schokoladestreusel und Hagelzucker. An Deko geht also alles, was ihr wollt – ihr könnt euch nach Herzenslust austoben.

Knusperle

Die Knusperle sind schon seit Jahren Lieblingskekse von mir. Das Rezept ist nicht ganz so einfach wie es aussieht. Ich bin jedes Jahr aufs Neue überrascht darüber, wie viel Arbeit sie sind. Zuerst dauert es lange, bis die Nüsse geröstet sind. Dann verbrennt man sich leicht, weil Nüsse und Karamell sehr heiß werden. Und dann muss man ausgesprochen schnell arbeiten und die Masse blitzschnell auf dem Blech in kleine Portionen teilen, da man sonst einen riesigen Nuss-Karamell-Klumpen bekommt, den man nicht mehr zerlegen kann. Viel Mühe also – aber mit einem absolut überzeugendem Resultat!

Knusperle

Oreo Kugeln


Zutaten
32 Oreo Cookies (2 Packungen)
200 g Frischkäse, laktosefrei

Glasur
200 g dunkle Schokolade, laktosefrei
1-2 EL Butter

Zubereitung
Die Oreo Cookies halbieren. Die Füllung mit einem Messer herauskratzen und in eine Rührschüssel geben.

Den Frischkäse zur Oreo-Füllung geben und mit dem Handmixer gründlich verrühren.

Die Oreo-„Deckel“ in einen großen Plastiksack geben und mit einem Nudelholz in möglichst feine Brösel klopfen – je kleiner, desto besser. Alternativ kann man die Kekse im Mixer klein mahlen. Ich bevorzuge die Nudelholz-Methode, weil sie besser funktioniert. Mein Mixer bekommt dieses fein-Mahlen von Keksen einfach nicht hin.

Die Keksbrösel mit der Frischkäse-Masse vermischen.

Aus der Masse kleine Kugeln von etwa 2-3 cm Durchmesser formen. Die Kugeln für etwa eine Stunde kühl stellen.

Ein Backblech mit Backpapier belegen.

Für die Schokoladeglasur die Schokolade klein hacken und zusammen mit der Butter im Wasserbad schmelzen. Wenn die Glasur zu fest ist, etwas mehr Butter dazugeben.

Die Kugeln mit einer Gabel in die Glasur tauchen und vollständig überziehen. Auf das Backblech geben und sofort mit Zucker-Deko, Schokostreusel, Hagelzucker,… verzieren.

Ergibt je nach Größe der Kugeln etwa 25 Stück.

Kühl lagern, am besten im Kühlschrank.

Knusperle


Zutaten
375 g Zucker
80 g Butter
125 g ganze Haselnüsse
125 g geschälte, halbierte Mandeln
125 g Walnusshälften

Schokoladeglasur
100 g Schokolade, laktosefrei
2 EL Butter

Zubereitung
Backrohr auf 175° heizen.

Die Haselnüsse auf ein Backblech geben und etwa 10-15´ rösten, bis die Schalen trocken werden und zerspringen. Die Nüsse dabei im Auge behalten: sie dürfen nicht zu dunkel werden, sonst schmecken sie bitter!

Die fertig gerösteten Haselnüsse auf ein (altes) Küchentuch leeren. Das Küchentuch über den Nüssen zusammenschlagen und die Nüsse kräftig gegeneinander reiben, sodass sich der Großteil der Schalen löst. Vorsicht, die Nüsse sind sehr heiß! Am besten arbeitet man mit Topfhandschuhen. Wenn kleine Schalenreste bleiben, macht das nichts.

Die gerösteten und gehäuteten Haselnüsse in eine hitzebeständige Schüssel geben.

Die Mandeln hellbraun rösten und zu den Haselnüssen geben. Die Walnüsse hellbraun rösten und zu den Mandeln und Haselnüssen geben.

Alle Nüsse wieder auf dem Backblech verteilen, das Backrohr eingeschaltet lassen.

Ein zweites Backblech gründlich buttern.

In einer großen Pfanne einen kleinen Teil des Zuckers bei mittlerer Hitze schmelzen. Nach und nach den restlichen Zucker dazugeben und schmelzen, bis der geschmolzene Zucker goldgelb bis hellbraun ist.

Jetzt muss es schnell gehen: Das Blech mit den Nüssen in das Backrohr schieben, um die Nussmischung zu erwärmen.

Das gebutterte Backblech ebenfalls in das Backrohr geben.

Die zimmerwarme Butter gut in den geschmolzenen Zucker rühren.

Das gebutterte Backblech aus dem Rohr nehmen und auf einem Untersetzer auf die Arbeitsfläche stellen.

Das Backblech mit der Nussmischung aus dem Backrohr nehmen, die heißen Nüsse in das Karamell geben. Gut unterrühren, sodass alle Nüsse mit Karamell umhüllt sind.

Diese Mischung auf das warme, gebutterte Backblech gießen und dabei darauf achten, dass sich die Masse über das gesamte Backblech verteilt. So lässt sie sich besser in Einzelportionen teilen.

Die Karamell-Nuss-Masse sofort und schnell mit zwei nassen Teelöffeln in kleine Häufchen von Keks-Größe teilen. Die Masse erstarrt sehr schnell, man muss wirklich zügig arbeiten! Erkalten lassen.

Schokoaldeglasur:
Die Schokolade klein hacken und zusammen mit der Butter im Wasserbad oder auf dem Herd bei sehr niedriger Hitze schmelzen.

Die Unterseite der Knusperle nach dem Erkalten mit Schokoladeglasur bestreichen.

Ergibt je nach Größe der Kekse etwa 70 Stück.

Von: Karl Neef, Nürnberger Weihnachtsbackbuch* (Werbung).

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