Linzer Augen

Linzer Augen nach Omas Rezept

Dieses Rezept für Linzer Augen habe ich von meiner Großmutter aus Wien. Meine Großmutter kochte und backte nach der altösterreichischen Küche, mit viel Fett und schweren, gehaltvollen Soßen. Ihre Spezialität waren Zwiebelrostbraten und Grammelknödel, sehr deftige Gerichte also. Sie aß auch sehr gerne. Wir Enkelkinder waren immer beeindruckt davon, wie viel sie essen konnte, vor allem wenn es Süßes und Eis gab!

Linzer Augen 04

Als Kinder liebten wir vor allem ihre üppigen Kuchen und ihre Kekse. Jedes Jahr zu Weihnachten warteten wir ungeduldig auf ihr Weihnachtspaket, das neben Geschenken vor allem Unmengen an Süßigkeiten enthielt, und Kekse. Es waren zwar meist etliche davon auf dem Weg von Wien nach Tirol zerbrochen, aber das änderte nichts am köstlichen Geschmack.

Linzer Augen

Ich mochte vor allem die Linzer Augen und die Vanillekipferln. Als ich selbst damit begann, Weihnachtskekse zu backen, bat ich meine Mutter um die Rezepte. Ich traute meinen Augen nicht, als ich las, wie viel Butter in den Linzer Augen ist! Unglaublich. Ich habe mich trotzdem an das Rezept gehalten, und tue es immer noch. Der Teig schmeckt genial. Es sind einfach die besten Linzer Augen, die ich kenne.

Linzer Augen 01

Für das Ausstechen der Löcher bzw. Sterne gibt es spezielle Ausstecher:

Ausstecher Linzer Augen

Wenn ihr keinen solchen Ausstecher habt, dann stecht ihr die Böden mit einem runden / gezackten / blumenförmigen Ausstecher aus. Das Loch in den Deckeln stecht ihr mit einem kleinen runden Gegenstand aus, z.B. mit einem sehr kleinen runden Keksausstecher, oder mit der glatten Tülle eines Spritzsackes.

Linzer Augen 03

Edit, September 2018: Dieser Blogbeitrag stammt aus dem Jahr 2013 und war einer der ersten Beiträge auf diesem Blog. Man sieht den Bildern an, dass ich damals keine Ahnung vom Fotografieren hatte!

Ich zeige euch deshalb einige neuere Bilder von den Linzer Augen. Wie ihr seht, habe ich verschiedene Ausstecher benutzt und auch unterschiedliche Marmelade verwendet. Ich mag die Linzer Augen natürlich mit Marillenmarmelade. Meine Favoriten sind aber die mit Ribiselmarmelade!

Linzer Augen

Linzer Augen


Zutaten
560 g Mehl
420 g Butter, kleingeschnitten
210 g Zucker
4 Dotter
Marillenmarmelade (=Aprikosenmarmelade) oder Ribiselmarmelade (=Marmelade von roten Johannisbeeren)

Zubereitung
Die Zutaten in der Küchenmaschine oder von Hand zu einem Mürbteig kneten. Etwa eine Stunde kühl rasten lassen.

Backrohr auf 180°C vorheizen. Backbleche mit Backpapier bedecken.

Etwa die Hälfte des Teiges auf der bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen. Kekse ausstechen, und zwar so, dass es für jeden Boden einen Deckel mit einem runden oder sternförmigen Loch in der Mitte gibt.

Die Kekse auf die Backbleche geben und ca. 8-11 Minuten lang zart backen. Während des Backens im Auge behalten: die Kekse sollten nicht braun werden. Auf dem heißen Blech etwas abkühlen lassen, dann auf ein Kuchengitter oder Teller geben. Vorsicht, sie sind sehr zerbrechlich, wenn sie heiß sind!

Mit der zweiten Teighälfte ebenso verfahren. Die Teigreste erneut zusammenkneten und wenn nötig kurz kühlen, sodass der Teig nicht klebt. Dann weiterverarbeiten wie beschrieben.

Wenn alle Kekse gebacken und ausgekühlt sind, die Marillen- oder Ribiselmarmelade in einem kleinen Topf aufkochen lassen und vom Herd nehmen.

Die Böden mit der warmen Marmelade bestreichen und je einen Deckel darauf setzen. Sofort dick Staubzucker darüber sieben.

Die Teigmenge reicht für gut vier Backbleche, das ergibt etwa 80 bis 90 Linzer Augen.

Linzer Augen 7

Die Kekse in eine luftdichte Keksdose schichten, dabei jede Lage mit Backpapier oder Pergamentpapier bedecken.

14 Comments

  1. Ach ja, Eva – das Linzer-Augen-Rezept deiner Oma… seit Jahren ein Fixpunkt im Advent/zu Weihnachten. Das viele Fett schreckt schon ab, aber sie sind einfach nur köstlich!
    Mal schauen, was ich jetzt da noch an weiteren leckeren Sachen entdecke auf deinem blog.

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  6. Liebe Eva, ich bin nach dem Lesen deines Kommentars gleich mal auf den Blog gehüpt und hab mir die Linzer Augen angesehen! =) Köstlich sehen die aus! Meine Oma hat auch überall Butter und Sahne oder Butterschmalz dran getan und es hat einfach unvergleichlich gut geschmeckt! (Als Kind ist einem so was ja eh egal, solange es schmeckt!) =)
    Ich freu mich auf dein Oma-Rezept fürs Blogevent! Herzliche Grüße, Judith Naschkatze

    • Hihi, genau. So kenne ich das auch! Jede Menge Butter und Schlagrahm und Zucker! Und Kalorien, aber die waren für meine Oma irgendwas ganz Abstraktes 🙂 !
      Ich habe schon was im Kopf für dein Event; bin schon sehr gespannt und freu mich schon!
      Liebe Grüße, Eva

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  9. Hallo Eva!
    Tolles Rezept!
    Danke!
    Ich bestäube die Oberteile der Kekse vor dem Zusammensetzen mit Staubzucker.
    So bleibt die Marmelade im *Ausstich* klar und rein.
    Liebe Grüße und frohes Backen.
    Erika

    • Eva Dragosits

      Liebe Erika,
      das ist ein toller Tipp, danke dir 🙂 ! Ich werde aber wohl doch bei “meiner” Methode bleiben. Erstens hat meine Oma die Linzer Augen immer so gemacht; für mich gehören die so. Dick bestäubt. Und zweitens mag ich diese Zuckerschicht auf der Marmelade sooo gern 🙂 !
      Liebe Grüße!
      Eva

  10. Hallo Eva,
    Zuerst danke für dein Omarezept schauen echt super lecker aus mhhh komme aus wien werde heute die kekse mit unserer Tochter backen sag dir dann bescheid
    Lg Claudia

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